Am 20. Mai 2025 verübten bislang unbekannte Täter auf die Flotte der Flugschule SAS Airways Aviation Academy am Flughafen Montpellier an der französischen Mittelmeerküste einen Brandanschlag auf 14 Flugzeuge. So etwas ist zuvor noch nicht passiert. Bei dem Anschlag wurden drei zweimotorige Diamond Aircraft DA42-VI vollständig zerstört, und zehn einmotorige DA40 sowie eine weitere DA42 zum Teil erheblich beschädigt.
Nun hat die Flugschule, die zur Airways Aviation Gruppe aus Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) gehört, auf Anweisung des französischen Handelsgerichts ihre Tore schließen müssen. Sie wird ab dem 23. Januar 2026 aufgelöst.
Das Handelsgericht hat die Auflösung verfügt
Airways Aviation teilte dazu mit: „Seit diesem Ereignis haben das Unternehmen und sein Anteilseigner erhebliche Kapital-, Energie- und Managementressourcen aufgewendet, um den Betrieb zu stabilisieren, Studierende und Mitarbeitende zu unterstützen, die Einrichtungen instand zu halten und alle möglichen Wege zur Sanierung zu prüfen. Trotz dieser anhaltenden Bemühungen und des fortwährenden Engagements des Unternehmens hat das Gericht die Schließung und Liquidation der französischen Niederlassung beschlossen.
Wir sind uns der schwerwiegenden Folgen dieser Entscheidung für Studierende, Mitarbeitende, Dozenten und Gläubiger bewusst und bedauern die damit verbundene Unsicherheit und die Beeinträchtigungen zutiefst. Während des gesamten Prozesses war und ist es unser oberstes Ziel, verantwortungsvoll, transparent und in gutem Glauben gegenüber allen Betroffenen zu handeln.
Es ist wichtig, klarzustellen, dass die SAS Airways Aviation Academy – France Opfer einer katastrophalen Straftat geworden ist, die durch erhebliche betriebliche Mängel verschärft wurde und nun Gegenstand formeller Gerichtsverfahren ist.“
Die Besitzer der Flugschule wird seine Klage gegen den Flughafen Montpellier Méditerranée aufrecht erhalten, da der Anschlag auf dem eigentlich gesicherten Gelände des Flughafens geschah.
Man arbeite mit allen Beteiligten an Lösungen für die betroffenen Flugschüler, um ihnen die Fortsetzung der Ausbildung zu ermöglichen, teilte das Unternehmen mit.
Auch wenn die französische Dependance von Airways Aviation nun liquidiert wird, bleibt der Betrieb der anderen Firmen der Airways Aviation Gruppe davon unbetroffen und wird normal weitergeführt.
Volker K. Thomalla
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