Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft aus Stans hat einen nicht alltäglichen Auftrag vom Verteidigungsministerium Indonesiens erhalten. Die Regierung des südasiatischen Inselstaats – mit mehr als 17.000 Inseln – hat einen Auftrag über zwölf PC-24 unterschrieben und eine Option auf weitere Exemplare gezeichnet. Als Vertragspartner bei dem Geschäft dient die Firma PT E-System Solutions. Sie ist vom Verteidigungsministerium für diese Aufgabe bestimmt worden. Zudem unterzeichnete das Unternehmen eine Absichtserklärung für den Kauf von 24 PC-21 Turboprop-Trainingsflugzeugen.
Der Pilatus PC-24 verfügt über eine große Frachttür im Rumpfheck, die auch für den Einstieg von Passagieren genutzt werden kann. © V. K. Thomalla
Markus Bucher, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Pilatus, sagte zu dem Vertragsabschluss: „Wir schätzen das Vertrauen, das das indonesische Verteidigungsministerium in Pilatus setzt, sehr! Dieses Programm markiert den Beginn einer langfristigen Partnerschaft und unsere Priorität wird es sein, Indonesien mit einer reibungslosen Einführung der Flotte zu unterstützen.“
Die EASA (Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union) hatte den PC-24 schon im Februar 2020 für den Betrieb von unvorbereiteten Pisten wie Sand- und Schotterpisten zugelassen. Der Jet ist das einzige Muster in dieser Klasse, das für diese Art von Flugbetrieb zugelassen ist. Dies war für den Kunden auch ein wichtiger Faktor bei der Auswahl des Musters.
Indonesien besteht aus über 17.000 Inseln. Die Beschaffung von einem Dutzend PC-24 wird die Verbindungen dieser Inseln untereinander verbessern. © Pilatus Aircraft
Die indonesischen Luftstreitkräfte (Tentara Nasional Indonesia Angkatan Udara, TNI AU) wollen den PC-24 einerseits für die Schulung ihrer angehenden Cockpitcrews nutzen, andererseits aber auch für Transportaufgaben sowie als Verbindungsflugzeug. Indonesien hat sich auch für das integrierte Supportprogramm des Herstellers entschieden, um eine maximale Verfügbarkeit der Flotte zu gewährleisten.
Pilatus Aircraft hatte das PC-24-Programm 2013 offiziell gelauncht. Im Dezember 2017 erhielt das Muster parallel von der US-Luftfahrtbehörde FAA und der EASA seine Musterzulassung.
Volker K. Thomalla
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