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Airbus Helicopters setzt in den USA verstärkt auf unbemannte Systeme

Mit über 2.500 Hubschraubern von Airbus Helicopters ist der nordamerikanische Markt für den Hersteller von hoher Bedeutung. Das Unternehmen will dort aber nun auch verstärkt auf unbemannte Fluggeräte setzen.

30.01.2026

Airbus Helicopters entwickelt im Auftrag des U.S. Marine Corps eine unbemannte Version der UH-72 Lakota. © Airbus Helicopters

Bei einer Telefonkonferenz anlässlich der Bekanntgabe der Bestell- und Auslieferungszahlen für das vergangene Jahr – was für Airbus Helicopters sehr erfolgreich war – hat Bruno Even, der Hauptgeschäftsführer von Airbus Helicopters, auch seine Strategie für den wichtigen US-Markt dargelegt. Airbus Helicopters ist in den USA in Grand Prairie im US-Bundesstaat Texas mit seinem Support- und Services-Hub und dem Helisim Simulation Center vertreten und fertigt seit 2003 in Columbus im US-Bundesstaat Mississippi Hubschrauber. Der Hersteller beschäftigt in den USA über 1.000 Mitarbeiter.

Bei der Vorstellung der Strategie nutzte Even die vom amtierenden US-Präsidenten eingeführte Bezeichnung „Gulf of America“ anstelle der seit 1550 international gebräuchlichen Bezeichnung „Golf von Mexiko“ für das Seegebiet zwischen Florida und Mexiko.

US-Strategie mit drei Säulen

Airbus Helicopters baut seine künftige US-Strategie nach Angaben von Even auf drei Säulen auf. Die erste Säule seien Unmanned Aerial Vehicles (UAV), die zweite Säule  die Zusammenarbeit zwischen bemannten und unbemannten Systemen (Manned-Unmanned-Teaming MUM-T) und die dritte Säule bestehe aus dem Umbau von bestehenden bemannte Hubschraubern in UAVs. Even rief in Erinnerung, dass man im vergangenen Herbst die Aktivitäten des Drohnenhersteller Survey Copter mit den UAVs Aliaca und Capa-X in ein umfassendes Portfolio zusammengefasst habe, das von Airbus Helicopters geführt wird. Damit gebe Airbus Helicopters auch ein klares Bekenntnis zum Drohnenmarkt ab.

Die Aliaca-Drohne wird mittels Katapult gestartet und kann eine Vielzahl von maritime Überwachunsgaufgaben übernehmen. © Airbus

2024 hatte Airbus US Defence and Space vom U.S. Marine Corps den Auftrag erhalten, eine UH-72 Lakota zu einer Rotordrohne umzubauen. Der Erstflug des als MQ-72C bezeichneten Fluggeräts hatte im August 2025 in Grand Prairie stattgefunden. Der Hersteller hatte 2024 auch den US-Drohnenhersteller Aerovel aus Bingen im US-Bundesstaat Washington übernommen, der unter anderem die Flexrotor-Drohne entwickelt hat. Mit dem HTeaming von Airbus Helicopters beschleunige man die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit von Drohnen und Helikoptern, so Even.

Über allem steht nach Angaben von Even aber der Kundendienst: „2026 wird unser Hauptfokus darin liegen, unser Kunden zu bedienen!“ sagte er.

Volker K. Thomalla

 

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