Am 15. Januar 2026 fand auf dem Flugplatz Tommaso Fabbri westlich von Viterbo in Mittelitalien die Einweihungszeremonie der neuen Hubschrauberschule der italienischen Luftstreitkräfte Aeronautica Militare Italiana (AMI) statt. Bei der Einrichtung handelt es sich um ein echtes Ausbildungszentrum für Hubschrauberpiloten, das nicht nur von den italienischen Streitkräften, sondern auch von Streitkräften verbündeter Nationen offensteht.
An der Zeremonie nahmen hochrangige Vertreter der lokalen Behörden teil. Die Einrichtung stellt eine Erweiterung der Ausbildungskapazitäten des 72° Stormo (Geschwaders) dar. Dieser Verband ist die Flugschule für Drehflügler der italienischen Luftstreitkräfte. Mit der Einweihung der neuen Einrichtung in Viterbo wurde er offiziell von seinem bisherigen Standort Frosinone – an dem er über 70 Jahre stationiert war – nach Viterbo verlegt.
Umzug an den neuen Standort
General Francesco Vestito, der Kommandeur für Ausbildung und Training der AMI, sagte: „Die Aeronautica Militare Italiana hat die Standards für die Hubschrauberausbildung in Viterbo durch die Neugestaltung von Manövrierflächen und Rollwegen, die Reorganisation der Briefingbereiche und die Einführung eines Simulators der nächsten Generation für große Hubschrauber und leichtere Flugzeuge deutlich angehoben. Diese Neuentwicklung baut auf dem bereits für Starrflügler bewährten bodengestützten Trainingssystem auf, das von der Basisausbildung bis zum fortgeschrittenen Jet reicht, und überträgt diese Philosophie nun auf den Hubschrauberbereich. Dies bedeutet effizienteres Training, optimierte Trainingszeiten und vor allem reduzierte Flugkosten.“
Laut General Vestito verfolgt das neue Zentrum eine internationale Ausrichtung: Ziel ist es, die Erfahrungen von Studierenden aus anderen Ländern zu nutzen und neue Studierende zu gewinnen. Unterstützt wird dies durch einen leistungsfähigen Simulator, der ein realistisches Flugerlebnis ermöglicht.
Ein weiterer Garant für eine erfolgreiche Ausbildung der Nachwuchs-Pilotinnen und -Piloten sind die Fluglehrer, die nun das neue Ausbildungskonzept umsetzen werden. „Das Ausbilderteam verfügt über hervorragende Qualifikationen: In jahrzehntelanger Tätigkeit wurden 5.000 Zertifizierungen ausgestellt, und die Luftwaffe ist weiterhin für die fliegerische Ausbildung zuständig“, so Vestito.
Bob Fischer
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