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Robinson baut die R66 zur Turbinetruck-Rotordrohne um

Autonome Fluggeräte, die senkrecht starten und landen können, haben das Potenzial, die militärische und zivile Logistik dramatisch zu verändern. Die Robinson Helicopter Company will diesen Trend mitgestalten und hat sich dafür mit Sikorsky einen erfahrenen Technologiepartner ausgesucht.

17.03.2026

Die Robinson Helicopter Company integriert Sikorsky autonomes Flugsteuerungssystem MATRIX in eine zur Drohne modifizierten R66. © Robinson Unmanned

Die Lockheed-Martin-Tochter Sikorsky und die Robinson Helicopter Company arbeiten zusammen, um den leichten Turbinenhubschrauber R66 in eine Rotordrohne mit der Bezeichnung Turbinetruck zu modifizieren. Die beiden Unternehmen haben den Prototyp des R66 Turbinetruck auf der Drehflüglermesse Verticon (09. – 12. März 2026) in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia enthüllt.

Robinson realisiert das Projekt durch seinen neuen Geschäftsbereich „Robinson Unmanned“. Sikorsky steuert als Projektpartner sein autonomes Flugsteuerungssystem MATRIX bei, das bereits mit verschiedenen Luftfahrzeugen, darunter auch die UH-60 Black Hawk, erprobt wurde. Nach Angaben von Sikorsky haben Fluggeräte mit MATRIX schon über 1.000 Flugstunden gesammelt. MATRIX wird intuitiv über ein Tablet bedient, so dass ein Bediener per Tablet nur das Ziel eingeben muss, und das unbemannte Luftfahrzeug sucht sich selbst das optimale Routing und fliegt es entsprechend ab.

Die R66 Turbinetruck wird per Tablet bedient

Rich Benton, der Vice pPresident und General Manager von Sikorsky, sagte bei der Vorstellung der R66 Turbinetruck: „Mit jeder neuen Plattform, die wir in die MATRIX-Familie aufnehmen, erweitern wir das Netzwerk unbemannter Systeme für eine Vielzahl ziviler und militärischer Missionen. Wir sehen den U-Hawk und den R66 Turbinetruck als sich ergänzende Eckpfeiler, die den wachsenden Kundenbedürfnissen im Verteidigungs- und zivilen Bereich gerecht werden und nahtlose Einsatzfähigkeit überall dort bieten, wo die Mission es erfordert. Sikorskys MATRIX-Autonomiesystem entwickelt sich rasant zum Industriestandard für sichere, zuverlässige und wiederholbare Autonomie bei diesen Missionen.“

David Smith, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) der Robinson Helicopter Company, sagte: „Diese Zusammenarbeit mit Sikorsky ermöglicht es uns, den Einsatzbereich der R66 auf neue Missionsfelder auszuweiten und gleichzeitig unser langfristiges Engagement für die Entwicklung skalierbarer, integrierter unbemannter Systeme zu bekräftigen. Wir haben jahrelange Flugerfahrung genutzt und sie gemeinsam für die Zukunft der Autonomie optimiert. Die R66 Turbinetruck bietet eine kostengünstige und vielseitige, maßgeschneiderte Frachtarchitektur, die für einen einzigen Zweck entwickelt wurde: den autonomen und zuverlässigen Transport kritischer Güter ins Einsatzgebiet.“

Zum einfachen Be- und Entladen der R66 Turbinetruck-Rotordrohne wird das Fluggerät mit großen Bugtüren ausgerüstet. © Robinson Unmanned

Die R66 Turbinetruck übernimmt strukturell die meisten Komponenten der bemannten R66. Allerdings gibt es kein Cockpit, dafür aber eine neue Bugsektion mit großen aufklappbaren Türen, die ein leichtes Be- und Entladen des Fluggeräts ermöglichen. Die R66 Turbinetruck soll bis zu 590 Kilogramm Fracht intern befördern können. Neben militärischen Anwendungen sehen die Projektpartner auch zivilen Verwendungen für die R66 Turbinetruck, beispielsweise in der Katastrophenhilfe.

Volker K. Thomalla

 

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