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Sikorsky wird die S-92A+ in New York endmontieren

In Atlanta zeigen milestone Aviation und Sikorsky die erste S-92, die 2004 in den Flugbetrieb ging. Der Hersteller hat nun angekündigt, wo er künftig die neueste Version seines zivilen Flaggschiffs fertigen und endmontieren wird.

10.03.2026

Die S-92 mit dem Kennzeichen C-GQNR war das erste Exemplar dieses Musters, welches in den gewerblichen Flugbetrieb ging. © Milestone Aviation

Auf der Verticon (09. – 12. März 2026) in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia hat die Lockheed-Martin-Tochter Sikorsky bekanntgegeben, dass sie die S-92A+-Hubschrauber künftig im Werk in Owego im US-Bundesstaat New York endmontieren werde. Das dortige Werk hat eine Kapazität von bis zu zwölf Hubschraubern pro Jahr. Die Teile für die neuen Hubschrauber werden aber wie bisher aus dem Sikorsky-Stammwerk in Stratford, Connecticut kommen. Im Werk in Owego wurden auch die 23 VH-92A Patriot-Hubschrauber endmontiert, die für den Transport des US-Präsidenten bestellt wurden. Im Spätsommer 2024 endete die Produktion der VH-92A.

Ohne ein konkretes Bestelldatum oder einen Kunden zu nennen, gab Sikorsky bekannt, dass kürzlich ein 14. Staat zwei S-92A+ als Regierungshubschrauber bestellt habe. Diese beiden Hubschrauber sowie drei weitere S-92A+ bilden ein Baulos, welches in diesem Jahr produziert werden soll.

Rich Benton, der Vice President und General Manager von Sikorsky, sagte: „Der Hubschrauber S-92A+ ist ein weiteres Beispiel dafür, wie wir unsere Flotte modernisieren und uns für die Zukunft rüsten. Wir bauen zusätzliche Kapazitäten auf, um die erwartete Nachfrage zu decken. Die S-92 bleibt das bevorzugte Fluggerät für Staatsoberhäupter, Offshore-Energieunternehmen sowie Such- und Rettungsdienste, die einen Hubschrauber mit der höchsten verfügbaren Flugzeit für Langstreckeneinsätze unter allen Wetterbedingungen benötigen.“

Sikorsky wird die S-92A+ in Owego im US-Bundesstaat New York endmontieren. © Sikorsky, a Lockheed Martin company

Die Version S-92A+ wird mit einem Phase-IV-Hauptgetriebe (Main Gearbox) ausgerüstet. Das verbesserte Getriebe wird derzeit getestet und muss nur noch 200 Teststunden absolvieren. Es ist für eine Betriebszeit von über 6.000 Flugstunden ausgelegt. Sikorsky hat das Hauptgetriebe mit einer alternativen Schmierung ausgerüstet, die sicherstellt, dass der Hubschrauber noch sicher fliegen kann, selbst wenn der Öldruck im Hauptgetriebe komplett verloren geht.

Dank struktureller Verstärkungen und einer höheren Leistung der GE CT7-8A6-Triebwerke stieg die maximale Abflugmasse der S-92A+ im Gegensatz zu den früheren Versionen auf 27.700 Pfund (12.564 Kilogramm). Dadurch stieg die Zuladung der S-92A+ um 1.200 Pfund (545 Kilogramm), was entweder als zusätzliche Nutzlast oder in Form von mehr Treibstoff mitgenommen werden kann. Sikorsky bietet allen S-92A-Nutzern einen Umrüstsatz an, mit dem bestehenden S-92A auf den Standard der S-92A+ umgerüstet werden können.

Die älteste S-92 hat noch eine Menge Restlebensdauer

Auf der Verticon stellen Sikorsky und das Leasingunternehmen Milestone Aviation Group Limited mit der S-92 mit der Hersteller-Seriennummer 92006 die erste S-92 aus. Bei diesem Hubschrauber handelt es sich um die erste S-92, die jemals in den gewerblichen Flugdienst gegangen ist. Das war im September 2024. Insgesamt stand der Hubschrauber bei drei verschiedenen Betreibern im Dienst, unter anderem bei Offshore-Einsätzen im Golf von Mexiko und bei Löscheinsätzen gegen Waldbrände in Kanada. Der Helikopter hat bislang 15.600 Flugstunden gesammelt und gehört damit noch lange nicht zum alten Eisen, denn die strukturelle Lebensdauer der S-92 beträgt 30.000 Betriebsstunden.

Leon Silva, Vorstandsmitglied für Sikorsky Commercial Helicopters, sagte: „Herzlichen Glückwunsch an Milestone und VIH für ihre Vorreiterrolle bei der Suche nach einer wichtigen Zweitverwendung für ältere S-92. Als Löschfhubschrauber können die 920006 und ähnliche Modelle in den nächsten 25 Jahren Leben und Eigentum vor Waldbränden schützen. Sikorsky steht mit seinem Know-how aus über 2,6 Millionen Flugstunden der Flotte und stetig steigender Erfahrung uneingeschränkt hinter der weltweiten S-92-Flotte.“

Volker K. Thomalla

 

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