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Airbus digitalisiert die Brandbekämpfung aus der Luft

Airbus hat ein System entwickelt, um die Brandbekämpfung aus der Luft durch die Übertragung von Daten in Echtzeit und den Einsatz von KI effizienter zu machen. Bei Versuchen im Süden Frankreichs mit einer ATR 72, Drohnen, einer Cirrus SR20 und der H130 FlightLab hat sich das System bewährt.

26.03.2026

Airbus hat auch seinen Experimentalhubschrauber H130 FlightLab bei den Tests zu kollaborativen Löscheinsätzen genutzt. © Airbus Helicopters

Waldbrände sind eine weltweit steigende Gefahr für die Natur, aber auch für Menschen. Airbus hat in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit verschiedenen Feuerwehr-Organisationen die Tauglichkeit von digitalen Technologien für die Brandbekämpfung aus der Luft erprobt. Dabei setzte Airbus seinen Versuchshubschrauber H130 FlightLab, eine ATR 72, vier Drohnen sowie eine einmotorige Cirrus SR20 ein. Die Feuerwehr des südfranzösischen Departments Le Gard stellte drei Löschfahrzeuge.

Für die Versuche auf dem Truppenübungsplatz Garrigues nördlich von Nîmes richtete Airbus ein lokales Netzwerk ein, das wiederum mit dem geschützten Kommunikationsnetzwerk Agnet verbunden wurde, welches Airbus für Behörden entwickelt hat.

Die ATR 72 simulierte einen Wasserbomber

Bei den Versuchen filmten zwei Drohnen sowie die Sensoren an Bord der Cirrus SR20 das vom Feuer betroffene Gelände und übermittelten die Bilder in Echtzeit an eine Leitstelle an Bord eines der Feuerwehrfahrzeuge. Dort wurden die Bilder mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) analysiert und mit Satellitenbildern überlagert, um Angriffstaktiken für die Bekämpfung des Brandes zu entwickeln.

In der Leitstelle liefen alle Informationen von den Drohnen und Flugzeugen zusammen und ermöglichten so eine optimale Einsatzplanung. © Airbus Helicopters

Die Drohnen lieferten auch genaue Daten zur Windrichtung und -stärke, um optimale Anflugwege unter Berücksichtigung des Geländes für die beteiligten Luftfahrzeuge zu erstellen. Die Lösungen wurden dann an die H130 und an die ATR 72 übermittelt, die anschließend die Löschmittel präzise ausbrachten. Die ATR 72 simulierte dabei einen Wasserbomber.

Airbus hat diese digitale Lösung erstmalig auf der Aerial Firefighting Conference & Exhibition  (24. bis 26. März) in Rom in Italien vorgestellt. Der Hersteller sieht diese Versuche als einen bedeutenden Meilenstein in der Entwicklung eines umfassenden technologischen Ökosystems zur effizienten Bekämpfung von Wald- und Buschbränden an. Airbus betont, dass in dieses System dank der verfügbaren Datenübertragungs- und -verarbeitungssystemen Luftfahrzeuge von Drohnen über Hubschrauber bis hin zu großen Löschflugzeugen wie dem Airbus A400M eingebunden werden können.

 

 

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