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Höhere maximale Startmasse für die Boeing 787 zugelassen

Air New Zealand ist der erste Kunde, der in Kürze eine Boeing 787 Dreamliner mit einem höheren maximalen Startgewicht übernehmen wird. Die Airline will den Zuwachs bei der Zuladung für eine höhere Reichweite nutzen.

24.03.2026

Boeing hat die Zulassung der US-Luftfahrtbehörde FAA für eine Erhöhung der maximalen Startmasse der 787-9 und 787-10 erhalten. © Boeing

Die US-Luftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat eine höhere maximale Startmasse (MTOW) für die beiden Boeing-Widebodies 787-9 und 787-10 zugelassen. Die erste 787 mit dem iMTOW (increased maximum take-off weight) wird derzeit im Werk in Charleston im US-Bundesstaat South Carolina für die Übergabe an die Air New Zealand vorbereitet.

Boeing 787 Dreamliner

John Murphy, der Chefprojektingenieur für die 787, sagte: „Wir haben dieses Projekt in Angriff genommen, nachdem Fluggesellschaften Boeing eine klare Botschaft übermittelt hatten: Sie wünschten sich mehr Flexibilität. Einige wollten, dass die 787-10 größere Strecken zurücklegen kann; andere wünschten sich, dass die 787-9 trotz geringerer Reichweite mehr Nutzlast transportieren kann. Boeing hat eine Lösung entwickelt, die beides ermöglicht.“

Bei der 787-9 liegt das iMTOW um rund 4.540 Kilogramm (10.000 lbs) höher als bisher. Das erlaubt Airlines, bis zu drei Tonnen Fracht mehr mitzunehmen oder aber bis zu 300 nautische Meilen (560 Kilometer) weiter zu fliegen. Bei der 787-10 liegt das neue MTWO sogar um 6.350 Kilogramm (14.000 lbs) höher, was eine um 400 nautische Meilen (740 Kilometer) höhere Reichweite oder aber eine um fünf Tonnen höhere Frachtzuladung erlaubt.

Airlines können, müssen aber nicht das erhöhte MTOW aktivieren. Sie können das Flugzeug auch später für die höhere Abflugmasse zertifizieren. Scott Stocker, Vorstandsmitglied für das 787-Programm und General Manager, sagte: „Diese Flugzeuge stehen für Fortschritt und verdeutlichen die Stärke unserer Ingenieurskunst, unsere Partnerschaft mit unseren Kunden und die Art und Weise, wie das Team die 787 Dreamliner-Familie auf disziplinierte Weise weiterentwickelt, um unseren Kunden auch in den kommenden Jahrzehnten zum Erfolg zu verhelfen.“

Boeing hatte die erste 787 im Jahr 2011 ausgeliefert. Bis heute wurden über 1.250 Dreamliner an Kunden übergeben.

Volker K. Thomalla

 

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