Der brasilianische Aerospace-Konzern Embraer hat während der Sicherheitskonferenz LAAD Defense & Security 2025 in Rio de Janeiro eine Grundsatzvereinbarung mit dem türkischen Rüstungskonzern Turkish Aerospace (TUSAŞ-Türk Havacılık ve Uzay Sanayii A.Ş.) unterzeichnet. Mit diesem Memorandum of Understanding wollen die beiden Unternehmen Möglichkeiten zu einer industriellen Kooperation ausloten. Embraer ist nach eigenen Angaben „aktiv auf der Suche nach neuen Zulieferern und Partnern in der ganzen Welt, um die wachsende Nachfrage nach Embraer-Produkten zu befriedigen. Turkish Aerospace ist bestrebt, seine strategischen Fähigkeiten bei der Herstellung und Montage von Metall- und Verbundstoffstrukturen, der Endmontage von Rümpfen und Komponenten, Test- und Produktionsflügen sowie der Lackierung zu nutzen.“
Im Rahmen der möglichen industriellen Kooperation wollen beide Unternehmen auch prüfen, ob eine Endmontage der E-Jets der zweiten Generation (E2) in der Türkei möglich und praktikabel ist. Die Türkei ist ein interessanter Markt für Embraer. Bislang waren nur eine Handvoll Embraer E-Jets bei der türkischen Airline BoraJet im Einsatz, die aber 2017 Insolvenz anmelden musste.
Mehmet Demiroğlu, der CEO (Hauptgeschäftsführer) von Turkish Aerospace, erklärte: „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für die türkische Verteidigungs-, Luft- und Raumfahrtindustrie. Durch unsere Zusammenarbeit mit Embraer wollen wir unsere technologischen Fähigkeiten weiter verbessern und die Zukunft der Luftfahrt gestalten. Indem wir unsere Stärken kombinieren, bauen wir nicht nur für heute, sondern legen auch den Grundstein für das Luftfahrt-Ökosystem von morgen.“
Volker K. Thomalla
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