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Embraer prüft eine E-Jet-E2-Produktion in der Türkei

Embraer und Turkish Aerospace wollen ihreZusammenarbeit intensivieren. Dazu ist Embraer auch bereit, eine Endmontagelinie für die Regionaljets der zweiten Generation (E2) in der Türkei aufzubauen.

3.04.2025

Embraer baut die Jets der E-Jet-Regionalflugzeugfamilie derzeit noch ausschließlich in Brasilien. © V. K. Thomalla

Der brasilianische Aerospace-Konzern Embraer hat während der Sicherheitskonferenz LAAD Defense & Security 2025 in Rio de Janeiro eine Grundsatzvereinbarung mit dem türkischen Rüstungskonzern Turkish Aerospace (TUSAŞ-Türk Havacılık ve Uzay Sanayii A.Ş.) unterzeichnet. Mit diesem Memorandum of Understanding wollen die beiden Unternehmen Möglichkeiten zu einer industriellen Kooperation ausloten. Embraer ist nach eigenen Angaben „aktiv auf der Suche nach neuen Zulieferern und Partnern in der ganzen Welt, um die wachsende Nachfrage nach Embraer-Produkten zu befriedigen. Turkish Aerospace ist bestrebt, seine strategischen Fähigkeiten bei der Herstellung und Montage von Metall- und Verbundstoffstrukturen, der Endmontage von Rümpfen und Komponenten, Test- und Produktionsflügen sowie der Lackierung zu nutzen.

Im Rahmen der möglichen industriellen Kooperation wollen beide Unternehmen auch prüfen, ob eine Endmontage der E-Jets der zweiten Generation (E2) in der Türkei möglich und praktikabel ist. Die Türkei ist ein interessanter Markt für Embraer. Bislang waren nur eine Handvoll Embraer E-Jets bei der türkischen Airline BoraJet im Einsatz, die aber 2017 Insolvenz anmelden musste.

Mehmet Demiroğlu, der CEO (Hauptgeschäftsführer) von Turkish Aerospace, erklärte: „Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein für die türkische Verteidigungs-, Luft- und Raumfahrtindustrie. Durch unsere Zusammenarbeit mit Embraer wollen wir unsere technologischen Fähigkeiten weiter verbessern und die Zukunft der Luftfahrt gestalten. Indem wir unsere Stärken kombinieren, bauen wir nicht nur für heute, sondern legen auch den Grundstein für das Luftfahrt-Ökosystem von morgen.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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