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Austrian zieht nach einem Jahr AeroSHARK-Nutzung Bilanz

Die Treibstoffeinsparung durch die Nutzung der AeroSHARK-Folie von Lufthansa Technik und BASF ist größer als angenommen. Austrian Airlines hat ihre Erfahrungen mit der widerstandreduzierenden Folie nun mit Zahlen versehen dargelegt.

27.03.2026

Das Bekleben von vier Boeing 777-200 mit AeroSHARK-Folie hat Austrian Airlines eine jährliche Treibstoffeinsparung von 930 Tonnen gebracht. © Austrian Airlines / Dominik Berger

Die Austrian Airlines hatte sich im Sommer 2024 dazu entschlossen, vier ihrer sechs Boeing 777-200 mit der AeroSHARK-Folie bekleben zu lassen. Diese Spezialfolie, die von Lufthansa Technik und BASF gemeinsam entwickelt wurde, bildet die Haut von Haien nach und reduziert so den Luftwiderstand des beklebten Flugzeugs. Lufthansa Technik hatte den Effekt auf rund ein Prozent Widerstandsreduzierung geschätzt.

Im Winter 2024/2025 wurden die vier ausgewählten Austrian-Triple-Seven dann mit der AeroSHARK-Folie versehen – wobei nicht die gesamte Flugzeugoberfläche beklebt wird, sondern nur rund 830 Quadratmeter.

Ein Jahr Flugbetrieb mit AeroSHARK

Nach einem Jahr Flugbetrieb mit den vier AeroSHARK-777 hat die Austrian nun Bilanz gezogen: Der Luftwiderstand ist nach Angaben der Airline um 0,7 Prozent gesunken. Dies klingt zunächst nach einem mariginalen Wert, hat aber den Kerosinverbrauch der vier Flugzeuge um zusammen 930 Tonnen gesenkt. Dies entspricht einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes von 3.000 Tonnen.

Das Aufbringen der treibstoffsparenden AeroSHARK-Folie erfordert eine hohe Genauigkeit. © BASF

Bei der Beauftragung der Lufthansa Technik war die Austrian noch von einer geringeren Treibstoff-Einsparung ausgegangen. Statt 2.650 Tonnen weniger Treibstoff in den ersten vier Betriebsjahren dürfte die kumulierte Einsparung nun bei über 3.700 Tonnen Kerosin liegen.

Zu den Kunden für die AeroSHARK-Folie gehören bisher neben der Austrian die Lufthansa Cargo, Swiss, EVA Airways, All Nippon Airways (ANA) und LATAM. Die Folie ist bislang nur an der Boeing 777 zugelassen, die Lufthansa Technik strebt aber auch die Zertifizierung der „Haifisch-Folie“ für die Airbus A330-Familie an.

Volker K. Thomalla

 

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