Die DFS Deutsche Flugsicherung hat hat die Zahl der Flugbewegungen für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. Demnach hat sie 2025 3,5 Prozent mehr Flüge kontrolliert als noch im Jahr 2024. In absoluten Zahlen ausgedrückt waren es 2025 3,071 Millionen Flüge gegenüber 2,969 Millionen Flügen. Damit liegt die Zahl der Flugbewegungen in Deutschland aber immer noch nicht auf dem Niveau von 2019, dem letzten Jahr vor der COVID-19-Pandemie. Damals zählte die DFS 3,334 Millionen Flüge in und über Deutschland.
2025 war erneut ein Tag im Juli der geschäftigste für die Flugsicherung. Am 18. Juli 2025 mussten die Lotsen 10.220 Flüge leiten. Die DFS betont, dass der Wert von 10.000 Flügen an mehreren Tagen im vergangenen Jahr überschritten wurde. 2024 lag der Spitzenwert eines einzigen Tages (18. Juli 2024) noch bei 9.979 Flugbewegungen, aber kein Tag überschritt die Marke von 10.000 Flügen.
Nach Angaben der DFS konnten „trotz des gestiegenen Verkehrsaufkommens die Verspätungen im Vergleich zum Vorjahr stark gesenkt werden. Die Maßnahmen zur Effizienz- und Kapazitätssteigerung zeigen Wirkung: Um die Arbeit der Fluglotsen produktiver zu gestalten, wurden die Flugsicherungssysteme verbessert und das Management des Luftraums optimiert. Auch die verstärkte Personalgewinnung zur Nachführung von Fluglotsen wirkt sich positiv aus. Im vergangenen Jahr stellte die DFS 140 Nachwuchskräfte ein.“ Die flugsicherungsbedingten Verspätungen lägen derzeit bei rund 30 Sekunden pro Flug, 2024 habe dieser Wert noch bei 50 Sekunden gelegen.
Drohnen bleiben ein Sicherheitsproblem
Beeinträchtigungen des Luftverkehrs in Deutschland durch Drohnen, die zum Teil zu stundenlangen Schließungen von Verkehrsflughäfen führten, waren 2025 ein zunehmendes und ernst zu nehmendes Ärgernis, welches eine Gefahr für die Sicherheit im Luftverkehr darstellt. Insgesamt wurden im Laufe des Jahres 225 Behinderungen durch Drohnen gezählt, das waren 40 Prozent mehr als im Jahr 2024!
Dirk Mahns, Geschäftsführer Flugsicherungsbetrieb bei der DFS, sagte: „2025 war ein Jahr mit erheblichen Verbesserungen für den Luftverkehr. Wir sehen eine erneute Steigerung des Verkehrsaufkommens bei hoher Pünktlichkeit nach Corona.”
Das Thema Klimawandel macht auch vor der Flugsicherung nicht halt. Deswegen hat die DFS eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die sich mit den Folgen des Klimawandels für den Luftverkehr beschäftigt. Dazu gehören beispielsweise häufigere und stärkere Wetterextreme wie Starkregen und Gewitter aber auch die Überhitzung der Pistenbeläge durch Extremtemperaturen. Durch eine Optimierung der Koordinationsverfahren bei extremen Wetterereignissen konnte die DFS nach eigenen Angaben schon Verspätungen im Luftverkehr reduzieren.
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