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2025 gab es laut IATA 51 Unfälle mit Verkehrsflugzeugen

Der Airline-Verband IATA (International Air Transport Association) hat den seinen Bericht zur Flugsicherheit im gewerblichen Luftverkehr für das Jahr 2025 veröffentlicht. Demnach gab es weniger Unfälle als im Vorjahr, aber mehr Todesopfer.

20.03.2026

2025 absolvierten die in der IATA organisierten Fluggesellschaften 38,7 Millionen Flüge. © Volker K. Thomalla

Nach Angaben der IATA absolvierten die Fluggesellschaften weltweit im vergangenen Jahr 38,7 Millionen Flüge. Das waren rund 800.000 Flüge mehr als im Jahr 2024. 51 dieser Flüge waren in einen Unfall verwickelt. Das waren weniger Unfälle als noch 2024, als 54 Flüge mit einem Unfall endeten. Aber 2025 gab es mehr Todesopfer bei Flugunfällen von Airlines als im Jahr davor. Bei den acht Flugunfällen von Airlinern, bei denen Menschen tödlich verletzt wurden, gab es 394 Todesopfer.

Der Unfall mit den meisten Opfern im vergangenen Jahr war der Absturz einer Boeing 787 der Air India im Juni, bei dem 241 Insassen des Flugzeugs sowie 19 Menschen am Boden ums Leben kamen. Ein weiterer Unfall mit einer hohen Zahl an Opfern war der Zusammenstoß eines Bombardier CRJ700 von American Airlines im Januar 2025 mit einem Sikorsky UH-60-Black-Hawk-Hubschrauber der U.S. Army. 67 Insassen der beiden Luftfahrzeuge überlebten die Kollision nicht.

1,32 Unfälle pro einer Million Flügen

Die Unfallhäufigkeit lag bei 1,32 Vorkommnissen pro einer Million Flügen. Damit hatte sie sich gegenüber 2024 leicht verbessert – in diesem Jahr gab es 1,42 Unfälle pro einer Million Flügen. Im fünfjährigen Mittel von 2021 bis 2025 lag die Unfallhäufigkeit allerdings bei nur 1,27 Unfällen pro einer Million Flügen.

Willie Walsh, der Generaldirektor der IATA, sagte bei der Vorstellung des IATA Safety Reports 2025: „Fliegen ist die sicherste Art des Langstreckenreisens. Unfälle sind extrem selten, und jeder einzelne erinnert uns daran, uns noch stärker auf kontinuierliche Verbesserungen durch globale Standards und datengestützte Zusammenarbeit zu konzentrieren. Das Ergebnis dieser Bemühungen zeigt sich deutlich in der Verbesserung der gleitenden Fünfjahresdurchschnittsrate tödlicher Unfälle. Vor zehn Jahren lag diese Rate bei einem tödlichen Unfall pro 3,5 Millionen Flüge (2012–2016). Heute liegt sie bei einem tödlichen Unfall pro 5,6 Millionen Flüge (2021–2025). Fliegen ist so sicher, dass selbst ein einziger Unfall unter den jährlich fast 40 Millionen durchgeführten Flügen die globalen Statistiken beeinflusst. Jeder Unfall ist natürlich einer zu viel. Das Ziel der Luftfahrt bleibt null Unfälle und null Todesopfer.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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