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Air Uniqon: Zwei Streckeneröffnungen an einem Tag

Friedrichshafen verfügt nach mehreren Pausenjahren wieder über innerdeutsche Linienflugverbindungen, die für die regionale Wirtschaft, die dortigen Messen, aber auch für den Tourismus von hohe Bedeutung sind. Heute flog sie erstmalig nach Düsseldorf und zum BER.

12.01.2026

Die Erstflug-Crew, Vertreter der Air Uniqon, des Flughafens Friedrichshafen sowie der lokalen Politik vor dem Abflug nach Berlin. © V. K. Thomalla

Die neue Fluggesellschaft Air Uniqon hat heute mit gleich zwei Streckeneröffnungen ihren kommerziellen Betrieb aufgenommen. Um 08.08 Uhr startete Flug ATV101 in Friedrichshafen nach Düsseldorf und um 11.30 Uhr startete ATV 103 ebenfalls vom Bodensee-Airport nach Berlin. Am BER wurde dem zweimotorigen Turboprop-Flugzeug die Parkposition A01 zugewiesen, eine für einen Streckeneröffnungsflug passende Position.

Erstflug der Air Uniqon nach Berlin

Die Air Uniqon betreibt selber keine Flugzeuge, sondern setzt auf eine Zusammenarbeit mit der Avantiair, die im Auftrag der Air Uniqon eine Dash 8 Q400 auf den Strecken einsetzt. Sie hat für die Air Uniqon eine Dash 8 in Friedrichshafen stationiert.

Am Mittwoch wird dann als dritte Destination Hamburg angeflogen. Die Redner bei der Feierstunde vor dem Erstfug vom Bodensee Airport Friedrichshafen nach Berlin kamen vom Airport sowie aus Politik und Wirtschaft aus der Region. Sie alle hoben die Bedeutung dieser Strecken für die Region hervor. Namhafte Firmen aus der Bodenseeregion unterstützen die Verbindung, die für eine exportorientierte Region von erheblicher Bedeutung ist.

Bei allen drei Start-Destinationen der Air Uniqon handelt es sich um Städte, die mit anderen Verkehrsmitteln von Friedrichshafen aus nur mit hohem zeitlichen Aufwand zu erreichen sind. Eine Bahnfahrt von Friedrichshafen nach Hamburg dauert – sofern die Bahn pünktlich fährt und alle Anschlüsse klappen – mindestens acht Stunden, die Dash 8 befliegt diese Strecke in nur 90 Minuten. Dadurch wird eine heutige Mehrtagesreise zu einer Ein-Tagesreise.

Dies wissen auch Sportvereine zu schätzen, die in der Bundesliga oder auf europäischem Niveau spielen. Erste Buchungen von diesem Sportteams liegen der Air Uniqon bereits vor. bislang mussten die Sportler per Bus zu ihren Auswärtsspielen anreisen, was häufig einen hohen zeitlichen Aufwand bedeutet.

Tagesrandverbindungen ermöglichen effiziente Reisen

Die Air Uniqon wird drei Mal pro Woche montags, mittwochs und freitags Hamburg jeweils mit Tagesrand-Verbindungen bedienen, nach Düsseldorf fliegt sie montags, dienstags und donnerstags und zum Hauptstadtflughafen BER geht es jeweils am Montag, am Mittwoch und am Freitag. DUS und den BER bedient sie mit einem doppelten Tagesrand.

Air Uniqon-Geschäftsführer Fabian Rosenberg sagte gegenüber AeroBuzz: „wir von der Air Uniqon freuen uns, die Bodenseeregion nach langer Zeit mit der Hauptstadtregion zu verbinden. Dank der Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region ist eine wichtige Verbindung geschaffen worden. Ab sofort sind eintägige Geschäftstermine sowie Kurztrips und Urlaube in die Hauptsatdt sowie an den Bodensee möglich. Wir freuen uns auf unsere Gäste. Wir verbinden Region mit Leidenschaft.“

Auch wenn die Erstflüge nach Düsseldorf, Berlin und Hamburg noch mit einer Dash 8-400 in der Lackierung der Avantiair stattfanden, wird in wenigen Tagen auch eine Dash 8-400 der Avantiair mit einer Air Uniqon-Lackierung an den Start gehen. Das zweimotorige Turboprop-Flugzeug wurde in Mönchengladbach mit seinem neuen Fabrschema versehen und ist in wenigen Tagen einsatzbereit.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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