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Natilus zeigt erstmalig die Kabine der HORIZON EVO

Natilus hat die Konfiguration seines HORIZON-EVO-Flugzeugmusters modifiziert.Airlines hatten den Hersteller bei der Auslegung des Blended-Wing-Body-Flugzeugs unterstützt. Es soll Anfang der 2030er Jahre in Dienst gehen.

20.02.2026

Natilus hat eine erste Zeichnung des Interieurs der Horizon Eva veröffentlicht. © Natilus

Der Flugzeughersteller Natilus aus San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien entwickelt derzeit zwei Flugzeugmuster – die HORIZON EVO als Passagierflugzeug und die KONA als Frachtflugzeug –, die die Luftfahrt revolutionieren sollen. Die Flugzeuge sind als Blended-Wing-Bodies ausgelegt, dass heißt, der Rumpf und die Flächen verschmelzen zu einer durchgehenden Einheit, so dass der Flugzeugrumpf auch Auftrieb erzeugt.

Natilus geht von einer Reduktion des Treibstoffverbrauchs um 30 Prozent sowie einer Reduktion der Emissionen um 50 Prozent aus. Außerdem sollen die direkten Betriebskosten des Flugzeugs um 50 Prozent unter denen heutiger Verkehrsflugzeuge dieser Größe liegen. Natilus HORIZON wird für eine Kapazität von 240 Fluggästen ausgelegt.

Jetzt hat der Hersteller nach eingehenden Beratungen mit Fluggesellschaften die Konfiguration des Flugzeugs angepasst, um den Betrieb des Flugzeugs auf heutigen Flugplätzen mit der vorhandenen Infrastruktur zu ermöglichen.

Die HORIZON EVO von Natilus soll als Blended-Wing-Body-Flugzeug neue Maßstäbe in Bezug auf Effizienz setzen. © Natilus

Natilus hat die Auslegung des Flugzeugs im Vergleich zu den vorherigen Entwürfen deutlich verändert. So soll die Version, mit der Natilus die Zulassung anstrebt, über zwei Decks verfügen, eines für Passagiere und ein Unterdeck für den Transport von Fracht.

Die Auslegung der HORIZON EVO ist nicht mehr so radikal auf Effizienz ausgelegt wie die früheren Entwürfe. © Natilus

Aleksey Matyushev, der Mitbegründer und CEO (Hauptgeschäftsführer) von Natilus, sagte: „In unseren laufenden Gesprächen mit der FAA und unseren Kunden herrscht große Begeisterung für die Möglichkeiten unserer neuen Flugzeugzelle – nicht nur im Hinblick auf den Treibstoffverbrauch, sondern auch, weil sie einige der aktuellen und drängenden Probleme der Luftfahrtbranche in Bezug auf Sicherheit, Passagierkomfort und Flugzeugmangel angeht. Diese von Fluggesellschaften validierten Erkenntnisse haben die Designverbesserungen in Bezug auf die Praktikabilität von zwei Decks, die Zertifizierbarkeit der Notausgänge und die Abfertigungszeiten maßgeblich vorangetrieben und uns auf einen klaren Weg zur kommerziellen Zertifizierung geführt.“

Für den Passagierkomfort wird es im Gegensatz zum vorherigen Entwurf Fenster entlang des gesamten Rumpfs geben. Große Gepäckfächer über den Sitzreihen sollen ein schnelles Boarding der Fluggäste ermöglichen. In der Economy Class wird es drei Gänge geben, so dass pro Sitzreihe bis zu zwölf Passagiersitze installiert werden können.

Als Reisegeschwindigkeit der HORIZON EVO gibt Natilus Mach 0.78 an, angetrieben werden soll das Flugzeug entweder von zwei PW1500F Getriebefans oder von zwei CFM-LEAP-Turbofans. Als Flugzeuglänge gibt der Hersteller 33,53 Meter an, als Spannweite 35,96 Meter. In das Unterdeck sollen zwölf LD3-45-Container passen.

Natilus strebt an, das neue Muster Anfang der 2030er Jahre zuzulassen und an erste Kunden auszuliefern. Bislang liegen dem Hersteller Kaufabsichtserklärungen für über 570 Flugzeuge vor, die einen Gesamtwert von 24 Milliarden US-Dollar darstellen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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