Statt wie bislang geplant 36 F-35A Lightning II wird die Schweiz nur noch 30 Exemplare des Joint Strike Fighters abnehmen. Grund dafür ist die Überschreitung des ursprünglich vorgesehenen Finanzvolumens von höchstens 6 Milliarden Schweizer Franken, welches vom Parlament 2019 beschlossen wurde.
Lockheed Martin hat die Preise für die Flugzeuge und die mit der Beschaffung zusammenhängenden Serviceleistungen erhöht, so dass der Finanzrahmen nicht hätte eingehalten werden können. Deshalb hat der Schweizer Bundesrat jetzt die Notbremse gezogen und die Zahl der bestellten Stealth Fighter auf 30 Exemplare reduziert.
Weitere Reduktion ist nicht ausgeschlossen
Aber, ob diese Zahl wirklich gehalten werden kann, ist noch nicht abschließend geklärt. Das VBS (Eidgenössische Department für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) teilte mit: „Aktuell geht das VBS davon aus, dass mit diesem Zusatzkredit 30 F‑35A Kampfflugzeuge beschafft werden können. Die genaue Anzahl kann erst bestimmt werden, wenn die US-Regierung die Verträge mit den Herstellern über die verbleibenden Flugzeuge und Triebwerke für die nächsten Produktionslose ausgehandelt hat.
Für die Beschaffung der ursprünglich geplanten 36 F-35A wäre ein Zusatzkredit von rund 1.1 Milliarden Franken notwendig. Aus finanzpolitischen Gründen hat der Bundesrat darauf verzichtet, dem Parlament einen solchen Zusatzkredit zu beantragen. Dies, obwohl eine Reduktion unter 36 Kampfflugzeuge negative Konsequenzen hat, insbesondere bezogen auf die Leistungserbringung und Durchhaltefähigkeit bei erhöhten Spannungen und im Konfliktfall und vor dem Hintergrund der aktuellen sicherheitspolitischen Lage. Wie bereits am 12. Dezember 2025 kommuniziert, bräuchte es für eine umfassende und auf die aktuelle Bedrohungslage ausgerichtete Luftverteidigung gemäss Einschätzung einer Expertengruppe des VBS 55 bis 70 moderne Kampfflugzeuge.“
Volker K. Thomalla
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