Am 19. Januar hat das kanadische Trainingsunternehmen Top Aces Inc, die Verlängerung des Vertrags zur Zieldarstellung für alle Teilstreitkräfte der Bundeswehr bekanntgegeben. Top Aces wird auch in den nächsten zehn Jahren „schnelle Flugzieldarstellung“ für die Luftwaffe, die Marine und das Heer bereitstellen. Der Vertrag hat ein Volumen von 420 Millionen Euro. Zuletzt hatte das Unternehmen 2021 eine Vertragsverlängerung erhalten.
Thomas Beringer, Vorstandsmitglied für Europa bei Top Aces, sagte: „Dieser Vertrag ist ein bedeutender Meilenstein in unserer langjährigen Partnerschaft mit der Bundeswehr. Wir betrachten es als Ehre, die Einsatzbereitschaft Deutschlands – eine essenzielle Voraussetzung in der heutigen, komplexen globalen Landschaft – weiterhin mit erstklassigen Trainingslösungen zu unterstützen, die auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Streitkräfte zugeschnitten sind.“
Die A-4N Skyhawk von Top Aces sind mit einem modernen AESA-Radar ausgerüstet. © Emiel Sloot
Top Aces wird unter anderem mit ihren Douglas A-4N Skyhawk, die mit AESA-Radar mit elektronischer Strahlschwenkung ausgerüstet sind sowie mit Alpha Jets mit modernen Systemen die deutschen Soldaten herausfordern. Top Aces hat 2017 das so genannte „Advanced Aggressor Mission System“ selbst entwickelt, mit dem moderne Sensoren und Systeme in die A-4N integriert werden können. Dadurch kann das Muster gegnerische Kampfflugzeuge der neusten Generation realitätsnah simulieren.
Top Aces betreibt über 150 Jets
Didier Toussaint, der Group President und Mitbegründer von Top Aces, ergänzte: „Wir sind außerordentlich dankbar für das anhaltende Vertrauen, das uns die Bundeswehr entgegenbringt. Dieser Vertrag verdeutlicht die Stärke unserer Partnerschaft und den beständigen Wert, den unser Team mit seinem Engagement liefert. Auch in Anbetracht unseres internationalen Wachstums bleibt unser Fokus darauf gerichtet, unsere Kunden mit zuverlässigen, innovativen Trainingslösungen zu unterstützen, die die Einsatzbereitschaft und operative Effektivität ihrer Streitkräfte verbessern.“
Unternehmen wie Top Aces können kostengünstiger Feinddarstellung betreiben als es die Streitkräfte selber könnten. Außerdem nutzen sie Flugzeuge, die nicht mehr im aktiven Dienst bei den Streitkräften stehen und verhindern so für ihre Kunden, dass sie wertvolle Flugstunden ihrer aktiven Kampfflugzeuge für die Zieldarstellung „verschwenden“ müssen. Top Aces nutzt neben den A-4 Skyhawk und den Dornier Alpha Jet auch Learjet 35A und – als einziger ziviler Betreiber weltweit – auch die F-16A. Insgesamt besteht die Flotte von Top Aces auch über 150 Jets – mehr als viele Luftstreitkräfte weltweit zur Verfügung haben.
Bob Fischer
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