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Die Royal Australian Air Force hat ihre erste MC-55A Peregrine übernommen

Durch die Ankunft des ersten Aufklärungsflugzeugs des Typs MC-55A Peregrine werden die Fähigkeiten der australischen Streitkräfte in Bezug auf Aufklärung und Überwachung deutlich verstärkt. Weitere drei Exemplare werden noch folgen.

26.01.2026

Das erste Aufklärungsflugzeug des Typs MC-55A der Royal Australian Air Force (RAAF) ist im Januar 2026 auf der RAAF Base Edinburgh gelandet. © L3 Harris Technologies

Mit einer Empfangszeremonie auf dem Stützpunkt Edinburgh im Bundesstaat South Australia hat die Royal Australian Air Force (RAAF) am vergangenen Wochenende die Ankunft ihres ersten Aufklärungsflugzeugs des Typs MC-55A Peregrine gefeiert. Der zweistrahlige Jet auf Basis des Business Jets Gulfstream G550 kam aus Greenville im US-Bundesstaat Texas, wo er von dem Unternehmen L3Harris Technologies modifiziert und mit seiner Missionsausrüstung versehen wurde.

Australien hat insgesamt vier MC-55A Peregrine (Wanderfalke) bestellt, die über einen Foreign-Military-Sales-Vertrag zwischen der australischen und der US-Regierung beschafft werden. Deswegen wurden die Flugzeuge von der U.S. Air Force (USAF) beschafft und nach ihren Spezifikationen und unter Aufsicht der USAF gebaut.

Die MC-55A Peregrine der RAAF wurden von L3Harris in den USA modifiziert und mit ihrer Missionsausrüstung versehen. © L3Harris Technologies

Jason Lambert, der Präsident des Geschäftsbereichs Intelligence, Surveillance and Reconnaissance, Space and Mission Systems bei L3Harris, sagte bei der Verabschiedung der ersten MC-55A vor dem Abflug des Jets nach Australien: „Die MC-55A Peregrine wird die Einsatzfähigkeit erheblich steigern, indem sie entscheidende Daten für die Zielerfassung über große Entfernungen, regionale Einsätze und eine effektive Missionsplanung liefert. Das Spezialflugzeug wird der RAAF Informationsüberlegenheit verschaffen und als strategische Ressource für zukünftige Operationen der australischen Streitkräfte dienen.“

Australien verfügt mit der Boeing P-7A Wedgetail, der Boeing P-8A Poseidon und der Riesendrohne MQ-4C Triton über leistungsfähige militärische Aufklärungs- und Überwachungskapazitäten. Aber Australien ist auch ein Kontinent mit einer Küstenlinie von über 66.500 Kilometer Länge, die eine kontinuierliche Überwachung zu einer Herausforderung macht.

Ergänzung bestehender ISR-Kapazitäten

Der australische Verteidigungsminister Richard Marles sagte zur Ankunft der ersten MC-55A: „Die Einführung der MC-55A Peregrine ist ein bedeutender Fortschritt für Australiens Fähigkeit, seine strategischen Interessen, einschließlich wichtiger Seewege, zu überwachen und zu schützen. Diese Fähigkeit lässt sich nahtlos in die Systeme von Verbündeten und Partnern integrieren und ermöglicht es der RAAF und den australischen Streitkräften, Informationen mit Sicherheitspartnern wie Großbritannien und den Vereinigten Staaten auszutauschen – was unsere gemeinsame Sicherheit stärkt und die regionale Stabilität fördert.“

Die MC55A Peregrine der RAAF sind modifizierte Business Jets des Typs Gulfstream G550. © Australian Defence Force

Die MC-55A der RAAF werden von der Number 10 Squadron der No. 92 Wing RAAF auf der Basis Edinburgh im Norden von Adelaide betrieben. Drei Forward-operating Bases auf den Cocos Islands, in Townsville und in Darwin werden für die Aufnahme der MC-55A vorbereitet, um bei Bedarf die Flugzeuge aufzunehmen.

Die No. 10 Squadron hatte zuvor bis Ende 2023 den SIGINT-Aufklärer Lockheed AP-3C (EW) betrieben.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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