Homepage » Militär » Die U.S. Air Force feiert die Übernahme der ersten T-7A Red Hawk

Die Willkommenszeremonie für den neuen Jet-Trainer T-7A Red Hawk sollte eigentlich schon im Dezember stattfinden, doch schlechtes Wetter machte eine Verschiebung des Termins notwendig. Nun hat das Air Education and Training Command der U.S. Air Force sein neues Schulflugzeug offiziell begrüßt.

16.01.2026

Die erste T-7A Red Hawk der U.S. Air Force wird vom 99th Flying Training Squadron betrieben. Am 9. January 2026 fand eine offizielle Begrüßungszeremonie statt. © U.S. Air Force / Zelideth Rodriguez

Das Air Education and Training Command der U.S. Air Force hat am 9. Januar 2026 mit einer Feierstunde die erste Boeing T-7A Red Hawk auf der Joint Base San Antonio-Randolph im US-Bundesstaat Texas willkommen geheißen. Der Jet-Trainer wird bei den US-Streitkräften die T-38C Talon ablösen, die bereits über 60 Jahre als Schulflugzeug im Dienst stand. Das Flugzeug mit der Hersteller-Seriennummer APT-5 (Kennzeichen 21-7005) war bereits am 5. Dezember auf der Basis gelandet. Der Jet wird vom 99th Flying Training Squadron „Red Tails“ betrieben.

Bei der Feierstunde sagte Generalleutnant Clark J. Quinn, Kommandeur des Air Education and Training Command: „Der heutige Tag markiert den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte unserer Luftwaffe. Die T-7A steht für unser Engagement, immer einen Schritt voraus zu sein und sicherzustellen, dass unsere Air Force die dominierende Luftmacht der Welt bleibt.

Boeing hatte sich 2018 bei einer Ausschreibung für einen neuen Jet-Trainer durchgesetzt und vom Pentagon den Auftrag für die Entwicklung der T-7A Red Hawk erhalten. Das Programm des gemeinsam von Boeing und Saab für die Fortgeschrittenen-Ausbildung entwickelten Jet-Trainers T-7A Red Hawk sieht die Anschaffung von 351 Flugzeugen in zehn Baulosen vor.

Saab ist als Programmpartner mit an Bord

Das Programm wurde von einigen Verzögerungen geplagt, denn zu Beginn des Programms ging die U.S. Air Force von einer Erstauslieferung im Jahr 2023 aus. Somit war die Verschiebung der Willkommenszeremonie vom Dezember 2025 in die Januar 2026 auch ein Abbild des Programms.

Saab ist nach wie vor als Programmpartner an Bord und fertigt das Rumpfheck der T-7A in einem neu errichteten Werk in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana. Der Hersteller liefert die Baugruppen dann zur Endmontage in Boeing-Werk nach St. Louis. Zum Programmstart ging man für Gesamtkosten von rund 9,2 Milliarden US-Dollar. Die US-Streitkräfte beabsichtigen die Beschaffung von insgesamt 350 Flugzeugen, die in zehn Baulosen beschafft werden sollen. Das Flugzeug ist Teil eines integrierten Ausbildungssystems mit Simulatoren und digitalen Ausbildungswerkzeugen, die eine effiziente Schulung ermöglichen sollen. Die U.S. Air Force strebt die vorläufige Einsatzbereitschaft des Flugzeugmusters schon für Anfang 2027 an.

Volker K. Thomalla

 

Keine News mehr verpassen: Abonnieren Sie unseren Newsletter!

Folgen Sie uns auf Bluesky

Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

Erste Boeing T-7A Red Hawk an die USAF ausgeliefert

Schleudersitze der T-7A Red Hawk erfolgreich getestet

Die erste T-7A Red Hawk ist auf der Edwards Air Force Base gelandet

 

Über Volker K. Thomalla

zum Aerobuzz.de
Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.