Das Air Education and Training Command der U.S. Air Force hat am 9. Januar 2026 mit einer Feierstunde die erste Boeing T-7A Red Hawk auf der Joint Base San Antonio-Randolph im US-Bundesstaat Texas willkommen geheißen. Der Jet-Trainer wird bei den US-Streitkräften die T-38C Talon ablösen, die bereits über 60 Jahre als Schulflugzeug im Dienst stand. Das Flugzeug mit der Hersteller-Seriennummer APT-5 (Kennzeichen 21-7005) war bereits am 5. Dezember auf der Basis gelandet. Der Jet wird vom 99th Flying Training Squadron „Red Tails“ betrieben.
Zukunft und Geschichte fliegen in Formation: Eine T-38C Talon (hinten) und die erste T-7A Red Hawk für das U.S. Air Force Air Education and Training Command vor der Landung auf der Joint Base San Antonio-Randolph. © U.S. Air Force / Sean Carnes
Bei der Feierstunde sagte Generalleutnant Clark J. Quinn, Kommandeur des Air Education and Training Command: „Der heutige Tag markiert den Beginn eines neuen Kapitels in der Geschichte unserer Luftwaffe. Die T-7A steht für unser Engagement, immer einen Schritt voraus zu sein und sicherzustellen, dass unsere Air Force die dominierende Luftmacht der Welt bleibt.“
Boeing hatte sich 2018 bei einer Ausschreibung für einen neuen Jet-Trainer durchgesetzt und vom Pentagon den Auftrag für die Entwicklung der T-7A Red Hawk erhalten. Das Programm des gemeinsam von Boeing und Saab für die Fortgeschrittenen-Ausbildung entwickelten Jet-Trainers T-7A Red Hawk sieht die Anschaffung von 351 Flugzeugen in zehn Baulosen vor.
Saab ist als Programmpartner mit an Bord
Das Programm wurde von einigen Verzögerungen geplagt, denn zu Beginn des Programms ging die U.S. Air Force von einer Erstauslieferung im Jahr 2023 aus. Somit war die Verschiebung der Willkommenszeremonie vom Dezember 2025 in die Januar 2026 auch ein Abbild des Programms.
Saab ist nach wie vor als Programmpartner an Bord und fertigt das Rumpfheck der T-7A in einem neu errichteten Werk in West Lafayette im US-Bundesstaat Indiana. Der Hersteller liefert die Baugruppen dann zur Endmontage in Boeing-Werk nach St. Louis. Zum Programmstart ging man für Gesamtkosten von rund 9,2 Milliarden US-Dollar. Die US-Streitkräfte beabsichtigen die Beschaffung von insgesamt 350 Flugzeugen, die in zehn Baulosen beschafft werden sollen. Das Flugzeug ist Teil eines integrierten Ausbildungssystems mit Simulatoren und digitalen Ausbildungswerkzeugen, die eine effiziente Schulung ermöglichen sollen. Die U.S. Air Force strebt die vorläufige Einsatzbereitschaft des Flugzeugmusters schon für Anfang 2027 an.
Volker K. Thomalla
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