Die Arktis rückt immer mehr in den Fokus der Weltpolitik. Durch den Kilmawandel werden Handelsrouten durch die Arktis künftig möglich sein. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte in der vergangenen Woche in Brüssel angekündigt, dass Deutschland sich in einem ersten Schritt mit vier Eurofighter-Kampfjets an der NATO-Mission zur Sicherung des Luftraumes in der Arktis beteiligen werde. Darüber hinaus halte man auch die „entsprechenden Betankungsmöglichkeiten in der Luft“ bereit.
Am 13. Februar hat das Taktische Luftwaffengeschwader (TLG) 74 aus Neuburg an der Donau vier Eurofighter nach Island verlegt. Die Flugzeuge sind um 11.11 Uhr Ortszeit in Neuburg gestartet und nach einem vierstündigem Flug in Keflavik (BIKF) gelandet. Ein Pressefoto der Luftwaffe zeigt die Eurofighter mit den Kennzeichen 30+53, 30+69, 31+09 und 31+11. Begleitet wurden sie von dem Airbus A400M mit dem Kennzeichen 54+23, der die Eurofighter in der Luft betankte und auch Personal und Material nach Island transportierte.
Neben den Kommandos in Polen und Rumänien, die nach derzeitiger Planung noch bis Ende März betrieben werden sollen, ist diese kurzfristig realisierte Verlegung ein weiterer Schwerpunkt für die Eurofighter-Flotte der Luftwaffe. Jedes Kommando umfasst etwa 150-160 Soldaten, die turnusmäßig ausgetauscht werden. Die NATO-Mission in Island ist zunächst für zwölf Monate angesetzt. Hält man sich die gleichzeitige Verpflichtung zur ständigen Sicherung des Luftraumes über Deutschland durch die beiden Alarmrotten im Norden und Süden vor Augen, wird die Belastung der Verbände ersichtlich.
Bob Fischer
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