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Saudi-Arabien bestellt die C-27J Spartan als Seeaufklärer

Der italienische Aerospace-Konzern Leonardo wird vier Seeaufklärungsflugzeuge des Typs C-27J MPA an das Verteidigungsministerium des Königreichs Saudi-Arabien liefern. Die Flugzeuge bieten die nach Angaben des Konzerns die notwendigen Fähigkeiten, um modernen Bedrohungen über und unter Wasser zu begegnen, Such- und Rettungsdienste (SAR) zu gewährleisten sowie Transportmissionen durchzuführen.

19.02.2026

Saudi-Arabien hat die C-27J MPA als bewaffneten Seeaufklärer in Auftrag gegeben. © Leonardo

Die Vereinbarung zwischen dem Hersteller und dem saudischen Verteidigungsministeriusm sieht die Auslieferung der Turboprop-Flugzeuge an die Königlich Saudi-Arabische Marine ab 2029 vor. Saudi-Arabien wird damit der 21. Betreiber dieses Flugzeugtyps weltweit. Zu den Betreiber gehören unter anderem die Aeronautica Militare Italiana (AMI), die Luftstreitkräfte von Griechenland, Rumänien, Litauen, der Slowakei, Mexikos, die U.S. Coast Guard, die Luftstreitkräfte von Peru, die Royal Australian Air Force sowie die Tanzania und Kenia Air Force.

Dieser neue Verkaufserfolg bestätigt nach Angaben des Hersteller die enge Partnerschaft zwischen Leonardo und dem Königreich Saudi-Arabien und erhöhe die Anzahl der von saudischen Nutzern bestellten C-27J. Zuvor wurden bereits zwei Flugzeuge dieses Typs für Brandbekämpfung, Frachttransport und medizinische Evakuierung im Land beschafft. Zudem es das erste Mal, dass die C-27J MPA mit der Fähigkeit zur Integration maritimer Waffensysteme beschafft werde. Dies unterstreiche die Vielseitigkeit der Plattform.

Modernste Systeme an Bord

Die C-27J MPA behält alle Merkmale und Fähigkeiten der C-27J Spartan Next Generation-Plattform bei, einschließlich ihrer hochmodernen Avionik, Navigations-, Kommunikations-, Identifizierungs- und Selbstschutzsysteme. Dies ermögliche einen reibungslosen, sicheren und arbeitssparenden Betrieb bei allen Wetter- und Lichtverhältnissen, sowohl in militärisch als auch zivil kontrollierten Lufträumen, selbst in Szenarien mit hoher Bedrohungslage.

Um domänenübergreifende Überwachungsfähigkeiten zu gewährleisten, integriert die C-27J MPA ein spezielles Missionsausrüstungspaket. Dieses umfasst Sensoren, die für die Erkennung, Identifizierung und Verfolgung von Oberflächen- und Unterwasserzielen optimiert sind und von einem fortschrittlichen Missionsmanagementsystem (dem Leonardo Airborne Tactical Observation and Surveillance System) mit Datenfusionsfunktionen gesteuert werden. Ein umfassendes Kommunikationssystem ermöglicht den Datenaustausch in Echtzeit mit Kontrollzentren und sichert die Zusammenarbeit mit anderen Einheiten. Darüber hinaus könne die C-27J MPA neben ihren Fähigkeiten zur Seeaufklärung und -überwachung eine beträchtliche Waffenlast zur Abwehr verschiedener Bedrohungen tragen, darunter Torpedos, Seezielflugkörper und Wasserbomben.

Durch den Ausbau der Missionsmanagement-Konsolen und anderer Komponenten der Missionsausrüstung lässt sich die Kabine der C-27J MPA problemlos für Transport-, Abwurf- und medizinische Evakuierungsmissionen umrüsten, die typisch für die Basisversion C-27J Spartan Next Generation sind. Dies biete dem Kunden beispiellose Flexibilität.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen. Er hat mehr als 40 Jahre für der CAA-NL gearbeitet, sein letzter Job war Inspekteur für Flugausbildung in den Niederlanden.

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