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Lufthansa-Piloten und LH CityLine-Flugbegleiter streiken

Passagiere, die am morgigen Donnerstag mit der Lufthansa von einem deutschen Flughafen aus fliegen wollten, brauchen erst gar nicht zum Airport zu fahren: Die Piloten der Lufthansa treten in einen 24-stündigen Warnstreik, und die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO hat zu einem ganztägigen Streik des Kabinenpersonals bei der Lufthansa CityLine aufgerufen.

11.02.2026

Am Donnerstag, den 12. Februar 2026 werden die Flugzeuge der Lufthansa auf deutschen Flughäfen am Boden bleiben: Es gibt einen 24-stündigen Warnstreik. © V. K. Thomalla

Eigentlich wollte die Lufthansa in diesem Jahr den Gründungstag ihrer Vorgängergesellschaft Luft-Hansa in den Vordergrund stellen. Doch derzeit ist den Fluggästen der Lufthansa und Lufthansa CityLine nicht zum Feiern zumute. Für Donnerstag, den 12. Februar 2026 haben die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) und die Flugbegleiter-Gewerkschaft UFO zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen. Grund für diese Arbeitsniederlegungen sind Streitigkeiten zwischen den Arbeitnehmern und dem Management über die künftige Ausrichtung der betrieblichen Altersversorgung des fliegenden Personals beziehungsweise der Streit um die Übernahme des CityLine-Personals nach der angekündigten Auflösung der Gesellschaft.

Die UFO ruft das Kabinenpersonal der Lufthansa CityLine GmbH von Donnerstag 00.01 Uhr bis 23.59 Uhr zur Arbbeitsniederlegung auf. Doch nicht nur die Flüge von deutschen Flughäfen sollen bestreikt werden, sondern auch sämtliche „arbeitsvertraglichen Dienstverpflichtungen am Boden“, also beispielsweise Trainings.

Lufthansa und Lufthansa Cargo sind betroffen

Der VC-Warnstreik betrifft alle Flüge der Lufthansa und Lufthansa Cargo am Donnerstag von 00.01 Uhr bis 23.59 Uhr. VC-Präsident Andreas Pinheiro weist die Verantwortung für den Streik von sich: „Wir waren jederzeit gesprächsbereit und haben mehrfach versucht, Bewegung in die Verhandlungen zu bringen. Dass es nun dennoch zu diesem Streik kommt, liegt in der Verantwortung des Arbeitgebers.“

Die Situation erinnert stark an die Jahre 2022 und 2024, als jeweils eine Warnstreikwelle verschiedener Berufsgruppen den Luftverkehr in Deutschland häufiger unterbrach. So gesehen wird es jetzt wohl zu einer Tradition, dass alle zwei Jahre Arbeitsniederlegungen stattfinden, weil sich die Tarifparteien in einem Tarifkonflikt nicht einigen können.

Volker K. Thomalla

 

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