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Airbus Helicopters hat erneut mehr Aufträge eingenommen als im Vorjahr

Das Jahr 2025 war für Airbus Helicopters ein erfolgreiches Jahr. Der Hersteller konnte mehr Hubschrauber ausliefern als im Jahr zuvor. Da auch der Auftragseingang über dem des Jahres 2024 lag, wuchs das Auftragsbuch. Die neu vorgestellte H140 stieß auf eine gute Resonanz des Marktes.

27.01.2026

Airbus Helicopters hat 2025 erneut mehr Hubschrauber ausgeliefert als im Vorjahr. © Airbus Helicopters / Christian Keller

Bruno Even, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Airbus Helicopters, gab gestern Abend im Rahmen einer Telefonkonferenz die Bestell- und Auslieferungszahlen des von ihm geführten Unternehmens bekannt. 2025 hat Airbus Helicopters 544 neue Festbestellungen für Hubschrauber erhalten. Zieht man die im Laufe des Jahres erfolgten Stornierungen von Aufträgen ab, bleiben noch 536 Netto-Bestellungen. 2024 waren es 455 Aufträge (netto 450). Der globale Marktanteil bei den zivilen und Hubschraubern, die von Behörden genutzt werden, stieg auf 51 Prozent, während er bei den Militärhubschraubern auf 28 Prozent anwuchs.

Die H145 war 2025 der Bestseller

Heruntergebrochen auf die einzelnen Hubschraubermuster ergibt sich folgendes Bild für das vergangenen Jahr: Kunden bestellten 129 H125, 47 H130, 45 H135, 61 H140, 149 H145, 30 H160, 15 H175, 34 Super Puma und 34 NH90. Nach Angaben des Herstellers stammen die Bestellungen von 205 Kunden aus 50 Ländern. Even hob die besonders positive Resonanz des Marktes auf die H140 hervor, für die 61 feste Aufträge eingingen, obwohl der Hubschrauber erst auf der Verticon im Frühjahr vorgestellt wurde. Der Hersteller strebt die EASA-Zulassung seines neuesten Musters für 2028 an. Dann soll auch der Erstkunde die erste H140 übernehmen.

Anfang August 2025 hat die zweite H140 in Donauwörth ihren Erstflug erfolgreich absolviert. © Airbus Helicopters

„Die herausragende Leistung von Airbus Helicopters im Jahr 2025, die sich durch einen Anstieg des Auftragseingangs um fast 20 Prozent in Einheiten auszeichnet, beweist, dass unsere modernen zivilen und militärischen Portfolios die präzisen Missionsfähigkeiten liefern, die im heutigen komplexen Umfeld erforderlich sind“, sagte Even. „Der Auftragseingang war der stärkste seit 2008“, so Even.

Auch bei den Auslieferungen konnte der Hersteller wachsende Zahlen melden: Nach 361 ausgelieferten Hubschraubern im Jahr 2024 waren es 392 im Jahr 2025, eine Steigerung von acht Prozent. Der Marktanteil bei den Auslieferungen liegt nach den heute vorliegenden Zahlen bei 54 Prozent im Bereich der zivilen und behördlich genutzten Helikopter. „Die ganzen Bemühungen um die Lieferketten zahlen sich jetzt aus und ermöglichen uns, die Produktion weiter hochzufahren“, sagte Even.

Das Book-to-bill-Ratio lag wieder über 1

Da der Bestelleingang 2025 erneut höher lag als die Produktion neuer Hubschrauber, schwoll auch im vergangenen Jahr das Auftragsbuch des Herstellers weiter an. Even hob den Erfolg der H145 hervor, für die im dritten Jahr in Folge über 100 Aufträge innerhalb eines Jahres eingingen. In dieser Zahl enthalten sind sowohl zivile als auch militärische H145. Deswegen wolle man die Jahresproduktion bei der H145 in den nächsten beiden Jahre auf 140 Exemplare hochfahren, um den Bedarf der Kunden zeitnah decken zu können.

Zusätzliche Produktionskapazitäten wird es durch den Aufbau der Endmontagelinie für die H125 in Vemagal im Bundesstaat Karnataka in Indien geben, die Airbus Helicopters zusammen mit der indischen Tata Group derzeit einrichtet. Sie soll schon in den kommenden Wochen eröffnet werden.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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