Die Luftfahrzeuge der DRF Luftrettung – Hubschrauber und Ambulanzjets – sind im vergangenen Jahr zu insgesamt 36.407 Einsätzen gestartet, zeigt die jetzt veröffentlichte Bilanz der Rettungsorganisation. Dies entspricht einer Steigerung der Einsatzzahlen im Vergleich zu 2024 um 1,6 Prozent.
Die drei Ambulanzflugzeuge der DRF führten im vergangenen Jahr 479 Ambulanzflüge durch und landeten dazu in 45 Ländern. Das waren 24 Prozent mehr Einsätze als noch 2024. Die Hubschrauber der Retttungsorganisation überführten bei 7.603 Sekundäreinsätzen, also Verlegungstransporte, Patienten zwischen zwei Krankenhäusern. Den Hauptanteil der Alarmierungen machten jedoch die Primäreinsätze aus. Insgesamt starteten die rot-weißen Hubschrauber der DRF Luftrettung 2025 zu 28.325 Notfall-Einsätzen.
Fünf H145 der DRF Luftrettung sind mit einer Winde ausgerüstet. © DRF Luftrettung / Olga von Plate
Die häufigste Alarmierungsgründe zu Notfalleinsätzen der Hubschrauber waren nach Angaben der DRF – wie in den Vorjahren auch – Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch zu Unfällen und Stürzen wurden die rot-weißen Luftretter besonders oft alarmiert. 226-Mal kam die Rettungswinde zum Einsatz, um Patienten auch in schwer zugänglichem Gelände schnell notärztlich zu versorgen und auszufliegen: im Vergleich zum Vorjahr war dies ein Plus von 41 Prozent.
An 13 Stationen der DRF Luftrettung stehen die Retter 24 Stunden am Tag für Alarmierungen bereit. An zwei weiteren Stationen gibt es sogenannte „erweiterte Randzeiten“. Rund ein Viertel aller Einsätze an diesen Stationen wurde bei Dunkelheit geflogen.
„Notfälle kennen keine Uhrzeit“
Dr. Krystian Pracz, der CEO (Hauptgeschäftsführer) der DRF Luftrettung, fordert: „Eine umfassende und flächendeckende Notfallversorgung darf nicht von Tageszeiten abhängen. Technisch sind wir bereits heute an allen unseren Standorten in der Lage, auch nach Sonnenuntergang zu fliegen. Wir fordern daher eine bedarfsgerechte Erweiterung, die dem sozialen Leben gerecht wird – also sowohl die Ausweitung der Randzeiten als auch der 24-Stunden-Luftrettung. Notfälle kennen keine Uhrzeit.“
Die Notfall- und Rettungsdienstreform müsse konsequent im Sinne der Patientinnen und Patienten vorangetrieben werden – dies sei eine der zentralen Forderungen der DRF Luftrettung an die Politik. Bereits heute spiele die Luftrettung eine signifikante Rolle in der Versorgung besonders komplexer und zeitkritischer Fälle in ländlichen Gebieten. Ziel müsse es sein, die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen effizient und zum höchsten Nutzen für unsere Patienten einzusetzen, sagte Dr. Pracz. „Die DRF Luftrettung setzt sich dafür ein, alle Akteure der Notfallversorgung im Zuge einer umfassenden Digitalisierung zu vernetzen und eine Notfallrettung über Landkreis- und Ländergrenzen hinweg zu etablieren. Die Luftretter drängen zudem auf die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen zur Etablierung von Verfahren, die den Einsatz der Luftrettung auch bei schlechtem Wetter ermöglichen. Aus fliegerischer und technischer Sicht ist die DRF Luftrettung dafür schon heute aufgestellt“, unterstreicht Dr. Pracz.
Ende 2025 hat die DRF Luftrettung das mehrjährige Projekt der Modernisierung ihrer aktuellen Flotte abgeschlossen. Nach eigenen Angaben betreibt sie nun die modernste Flotte aller Luftrettungsorganisationen in Europa. Doch der nächste Schritt in der Entwicklung kommt: Im Juli 2025 hat die DRF zehn H140 bei Airbus Helicopters bestellt.
Volker K. Thomalla
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