Am 30. Dezember 2025 absolvierte die neueste Version des in Indien entwickelten Hubschraubers Dhruv, der HAL Dhruv NG (New Generation) in Bengaluru seinen Erstflug. Das Muster beruht auf dem militärischen Dhruv-Hubschrauber, der im Rahmen des indischen Advanced Light Helicopter (ALH) Programm entwickelt wurde. Das Ausgangsmuster war bereits 1992 zum ersten Mal geflogen und wurde erst zehn Jahr später bei den indischen Streitkräften in Dienst gestellt worden.
Während der Feierlichkeiten anlässlich des Erstflugs des HAL Dhruv NG überreichten Vertreter des Generaldirektorats für die Zivilluftfahrt (DGCA) dem Hersteller die Zulassungsurkunde für das ebenfalls in Indien entwickelte Shakti-Triebwerk des neuen Hubschraubers. Das Triebwerk wurde in Kooperation mit Safran Helicopter Engines entwickelt. Je zwei Shakti 1H1C-Triebwerke treiben das neue Muster an. Der Dhruv NG ist ein Hubschrauber der 5-Tonnen-Klasse und soll eine Vielzahl von verschiedenen zivilen Missionen bedienen.
Moderne Ausrüstung kennzeichnet den Dhruv NG
Das Muster ist mit selbstdichtenden Tanks, moderner Avionik und crashresistenten Sitzen ausgerüstet. Das fortschrittliche Vibrationsdämpfungssystem macht den Dhruv NG besonders geeignet für Ambulanz- und für VIP-Flüge. Die maximale Fluggeschwindigkeit des Dhruv NG liegt bei 154 Knoten, die Reichweite bei 340 nautischen Meilen mit einer 20-minütigen Treibstoffreserve. Die Endurance gibt HAL mit 3 Stunden und 40 Minuten an, die Dienstgipfelhöhe mit 18.000 Fuß (5.486 Meter).
Dr. D. K. Sunil, der Vorstandsvorsitzende von HAL, sagte nach dem Erstflug: „Der Dhruv-Hubschrauber der ‚New Gen‘-Klasse ist der Grundstein für die zivile Expansion von HAL. Die zivile Plattform Dhruv Mk 1 hat bereits über 24.000 Flugstunden absolviert und wurde speziell modernisiert, um den hohen Anforderungen des globalen Marktes für zivile Luftfahrt gerecht zu werden. Dies markiert einen Meilenstein für Indiens eigene Hubschrauberentwicklung. Der Dhruv NG bietet erhöhte Sicherheit, hohe Leistung und Kosteneffizienz und ist damit eine starke Alternative zu importierten Hubschraubern. Wir arbeiten eng mit der DGCA zusammen, um weltweit einheitliche Zertifizierungsstandards zu gewährleisten.“
Volker K. Thomalla
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