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H160-Crew spürte starke Vibrationen vor der Notwasserung

Airbus Helicopters hat nach der Notwasserung einer H160 vor der brasilianischen Küste als Sofortmaßnahme ein Emergency Alert Service Bulletin (EASB) herausgegeben. Die schnelle Bergung ermöglichte eine schnelle Untersuchung des Hubschraubers, so dass die Unfallforscher ohne Verzug ihre Arbeit aufnehmen konnten.

12.01.2026

Das Aktivieren der Notschwimmer an der H160 wurde während der Erprobung für die Musterzulassung getestet. © Airbus Helicopters / Eric Raz

Die Untersuchung der Notwasserung einer H160 am 2. Januar 2026 vor der Küste Brasiliens läuft auf Hochtouren. Die brasilianische Flugunfall-Untersuchungsbehörde CENIPA untersucht in Zusammenarbeit mit der französischen Behörde BEA, was zu dem Unfall geführt hat. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt, alle Insassen des Hubschraubers des brasilianischen Betreibers Omni Táxi Aéreo konnten nach der Notwasserung in Rettungsflöße umsteigen und wurden von der brasilianischen Marine geborgen. 

Die Notschwimmer (Emergency Floats) der H160 lösten aus und verhinderten das Sinken des Hubschraubers, der anschließend zur Untersuchung in den Hafen von Rio de Janeiro gezogen wurde. 

Bei der Erstuntersuchung nach der Bergung des Hubschraubers stellten die Unfallermittler Schäden an der Heckrotorantriebswelle und am Hauptrotor fest, darunter den Bruch eines Hauptrotor-Pitch-Rods.

Airbus Helicopters teilte dazu mit: „Vorsorglich und ohne das Ergebnis der laufenden Untersuchung vorwegzunehmen, hat Airbus Helicopters beschlossen, proaktiv ein Emergency Alert Service Bulletin (EASB) zu veröffentlichen, das den Austausch der Hauptrotor-Pitchstangen-Köpfe nach einer bestimmten Anzahl von Flugstunden vorschreibt. Wir arbeiten eng mit der Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union (EASA) zusammen, die ebenfalls eine dringende Lufttüchtigkeitsanweisung (Emergency AD) herausgegeben hat.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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