Die Geschichte des Hubschrauber-Herstellers Schweizer ist um ein Kapitel reicher: Das Auktionshaus Starman Brothers Auctions Inc. aus Mesa im US-Bundesstaat Arizona hat mitgeteilt, dass es der exklusive Verkaufspartner für das Unternehmen Schweizer RSG LLC aus Fort Worth in Texas sei. Beim Verkauf des Herstellers sind die Rechte an den Mustern und die Zulassungen für die Schweizer-Hubschrauber 269A, 269A-1, 269C, 269C-1 und 269D enthalten.
In einem ersten Schritt des Verkaufsprozesses nimmt das Auktionshaus schriftliche Angebote entgegen. Diese Phase soll rund 60 Tage dauern. Alle weiteren Schritte würden mit den qualifizierten Käufern abgesprochen.
Schweizer hat auch Segelflugzeuge gebaut
Der Hersteller kann auf eine lange Geschichte mit Höhen und Tiefen zurückblicken. Die Firma wurde schon 1939 in Elmira im Bundesstaat New York gegründet und baute zunächst Segelflugzeuge. Während des Zweiten Weltkriegs baute sie Lastensegler und nach dem Krieg als Zulieferer Flugzeugteile für verschiedene Hersteller wie Grumman und Sikorsky. Parallel dazu lief aber immer auch die Fertigung ziviler Segelflugzeuge. Ab 1983 stieg das Unternehmen in die Lizenzfertigung von Hughes-Hubschraubern ein. 2004 übernahm Sikorsky Aircraft das Unternehmen und bot den leichten Turbinen-Hubschrauber S-333 an. Dabei hatte Sikorsky allerdings keinen Erfolg und verkaufte 2018 Schweizer an ein Tochterunternehmen der Rotorcraft Services Group, die den Hersteller als Schweizer RSG weiterführte.
2023 erhielt Schweizer RSG die Produktionszulassung für die Hubschraubertypen S300, S300CBi und S333 und produzierte wenige Exemplare. Im vergangenen Jahr konnte Schweizer RSG nur zwei neue S300C sowie zwei neue S300CBi an Kunden ausliefern. Auch 2024 hatte es nur vier Auslieferungen von neuen Hubschraubern gegeben.
Volker K. Thomalla
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