Die Notwasserung einer H160 am 2. Januar 2026 hatte weltweit für Aufsehen gesorgt. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Alle Insassen des Hubschraubers des brasilianischen Betreibers Omni Táxi Aéreo konnten nach der Notwasserung in Rettungsinseln umsteigen und wurden von einer H225M der brasilianischen Marine geborgen und an Land gebracht. Nach eingehenden Untersuchungen haben alle acht Insassen (zwei Besatzuungsmitglieder und sechs Passagiere) wieder das Krankenhaus verlassen, teilte der Betreiber nun mit.
Die H160 war rund 40 nautische Meilen (umgerechnet 74 Kilometer) südlich der brasilianischen Küstenstadt Cabo Frio notgewassert. Das Meer war ruhig, es herrschte kaum Seegang. Die Notschwimmer (Emergency Floats) der H160 wurden – wie für solche Fälle geplant – aktiviert und verhinderten das Sinken des Hubschraubers. Der französische Technologiekonzern Safran stellt die Emergency Floats der H160 her, die sich jetzt bewährten.
Die verunglückte H160 am Seil hinter einem Schlepper in der Bucht von Rio de Janeiro. © Thenewarea51 via X
Nun ist ein undatiertes Video auf einem Social-Media-Kanal aufgetaucht, das die notgewasserte H160 im Schlepptau hinter einem Bergungsschlepper zeigt. Im Hintergrund ist eine Brücke zu erkennen, bei der es sich um die Ponte Rio-Niterói zwischen Rio de Janeiro und Niterói handeln dürfte. Außerdem ist auf dem seitenverkehrten Video das Schiff Fugro Atlantis Dweller zu erkennen, welches seit zehn Tagen auf Reede in Rio de Janeiro liegt. Südlich der Brücke befindet sich die Technikschule der brasilianischen Marine, wo die Unfallermittler den Hubschrauber untersuchen könnten.
Die Notschwimmer haben den Hubschrauber also für lange Zeit über Wasser gehalten und seine Bergung ermöglicht. Bei Notwasserungen – die sehr selten auftreten – versinken die verunglückten Hubschrauber häufig, da die Emergency Floats nach einer gewissen Zeit beschädigt und undicht werden. Eine Bergung der versunkenen Luftfahrzeuge ist – abhängig von der Wassertiefe – dann nur mit großem Aufwand möglich. Auch wenn die H160 wahrscheinlich aufgrund des eingedrungenen Salzwassers ein wirtschaftlicher Totalschaden sein dürfte, hilft die Bergung des kompletten Hubschraubers den Ermittlern, die Ursache für den Unfall leichter festzustellen.
Volker K. Thomalla
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