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Rettungseinsätze in der Dunkelheit haben 2025 zugenommen

Die ADAC Luftrettung hat heute ihre Einsatzbilanz für das abgelaufene Jahr veröffentlicht. Demnach wurden die „fliegenden Gelben Engel“ 2025 zu 49.908 Einsätzen alarmiert. Dies entspricht einer Steigerung der Einsatzzahlen im Vergleich zu 2024 als die Hubschrauber zu 49.048 Einsätzen starteten.

11.02.2026

Die Zahl der Flüge in der Dunkelheit hat für die Crews der ADAC Luftrettung 2025 um 5 Prozent zugelegt. © Crew Christoph Rheinland / ADAC Luftrettung

2025 nahm die Zahl der Einsätze in der Dunkelheit und die, bei denen die Rettungswinde zum Einsatz kam, um je 5 Prozent zu. Genau 3.314 Einsätze erfolgten 2025 in der Nacht, während bei 580 Einsätzen die Rettungswinde benutzt wurde. Noch 2022 kam die Rettungswinde nur bei 377 Alarmierungen zum Einsatz.

Die meisten Einsatzorte lagen im vergangenen Jahr wieder in Bayern mit 11.742 (Vorjahr 12.015), hier befinden sich nach Angaben der ADAC Luftrettung auch die meisten Stationen. Dahinter folgten Rheinland-Pfalz mit 7.786 (Vorjahr 7.907), Nordrhein-Westfalen mit 5.310 (Vorjahr 5.603) und Niedersachsen mit 5.367 (Vorjahr 5.394). Bei den Stationen mit den meisten Alarmierungen liegen die ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 31“ in Berlin mit 2.430, „Christoph 18“ in Ochsenfurt mit 1.942 und „Christoph 10“ in Wittlich mit 1.747 auf den vorderen Plätzen.

Der häufigste Grund, warum 2025 die Rettungshubschrauber angefordert wurden, waren Verletzungen nach Unfällen. Diese Alarmierungsart machte 31 Prozent aller Anforderungen aus. Bei 26 Prozent lagen kardiologische Notfälle vor, in 13 Prozent der Alarmierungen waren neurologische Notfälle der Grund.

Die Primärversorgung war auch 2025 der häufigste Grund für eine Alarmierung eines Hubschraubers der ADAC Luftrettung. © ADAC Luftrettung

Bei ihrer Flotte setzt die Luftrettungsorganisation bewusst auf eine Strategie mit mehreren Mustern. Sie könne so bedarfsgerecht, nachhaltig und kosteneffizient auf die komplexen Herausforderungen im Rettungsdienst sowie auf sämtliche Einsatzszenarien adäquat reagieren. Die Crews könnten bei ihrer Arbeit je nach Region und Anforderung auf modernste Rettungshubschrauber der Typen H135 und H145 von Airbus Helicopters zurückgreifen. Die Maschinen des Typs H145 seien nach Angaben der ADAC Luftrettung besonders für höhere Zuladung und weitere Strecken bei Patientenverlegungen geeignet. Die Helikopter des Typs H135 seien wegen ihrer geringeren Größe besonders für Notfälle im innerstädtischen Bereich geeignet. Sie seien besonders wendig und verursachten weniger starken Abwind beim Starten und Landen. Zudem seien sie günstiger in der Anschaffung und verbrauchten weniger Kerosin.

Die ADAC Luftrettung wird auch die H140 beschaffen

In Zukunft setzt die ADAC Luftrettung aber auch auf das neue Rettungshubschrauber-Muster H140 von Airbus Helicopters, der nach Angaben der Organisation das Beste aus beiden bisherigen Modellen vereint. Im März 2025 unterschrieb die ADAC Luftrettung gemeinsam mit dem ÖAMTC eine Bestellung über insgesamt zehn H140 – je fünf für beide Organisationen.

Für die Geschichte der ADAC Luftrettung war im Herbst 2025 die Einweihung des neuen ADAC Luftrettungscampus am Sonderflughafen Oberpfaffenhofen ein wichtiger Meilenstein. AeroBuzz hatte ausführlich darüber berichtet. Dort finden jetzt sämtliche Aus- und Weiterbildungen von Cockpitcrews und medizinischem Personal künftig statt. Die HEMS Academy, die bislang am Flugplatz Bonn/Hangelar tätig war, wurde geschlossen. Der neue Campus beherbergt neben der HEMS Academy, den ADAC Heliservice, die ADAC Telenotarzt gGmbH sowie das Joint-Venture-Trainingsunternehmen HMotion – an dem die ADAC Luftrettung und Airbus Helicopters beteiligt sind – und die Zentrale und Verwaltung der Organisation. Erste Kurse begannen im August in dem neuen Komplex, am 21. Oktober nahm er auch offiziell seinen Dienst auf.

Die ADAC Luftrettung feierte im vergangenen Jahr auch ihr 55-jähriges Bestehen. Heute betreibt sie 60 Rettungshubschrauber und 37 Stationen und ist aus dem Rettungsdienst in Deutschland nicht mehr wegzudenken.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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