Der zweistrahlige Single Aisle Jet mit dem Kennzeichen N342SX führte am 22. Februar 2026 den Flug AA923 vom internationalen Flughafen Miami zum internationalen Flughafen José María Córdova in Medellín durch und kehrte am nächsten Tag als Flug AA924 zurück. Nach der Landung in Miami gegen 10.24 Uhr am 23. Februar und dem Aussteigen der Passagiere ergab eine routinemäßige Nachflugkontrolle Beschussschäden am rechten Querruder, einer primären Steuerfläche des Flugzeugs.
Die Boeing 737 MAX 8 hatte den dreistündigen Flug in einer Reiseflughöhe von 36.000 Fuß (10.972 Meter) absolviert und war ohne Zwischenfälle gelandet. Woher die Einschüsse stammen, wird noch untersucht. Im Fokus stehen dabei mögliche Bodenkontakte während des Parkens über Nacht in Medellín oder die An- und Abflugphasen, die ja naturgemäß in niedriger Höhe stattfinden. Eine Beschädigung durch Beschuss mit kleinkalibrigen Waffen während des Reiseflugs ist ausgeschlossen.
Nach der Entdeckung brachten Techniker in Miami provisorische Reparaturen an dem betroffenen Teil der Flugzeugstruktur an, bevor die Boeing 737-8 im Rahmen eines Ferryflugs unter der Flugnummer AA1813 zum Dallas/Fort Worth International Airport (DFW), dem Hauptwartungsstützpunkt von American Airlines, überführt wurde. Das Flugzeug bleibt weiterhin am Boden, während Techniker detaillierte Inspektionen durchführen, um festzustellen, ob interne Systeme – einschließlich Hydraulik und die Flugsteuerungsverkabelung – Folgeschäden erlitten haben.
Der Vorfall hat zu umfangreichen Sicherheits- und Betriebsprüfungen bei der Airline geführt, um zu verhindern, dass sich solche Vorfälle wiederholen. Komplett ausschließen kann man sie aber nicht, besonders bei Flügen in Regionen, wo der Staat nicht das Gewaltmonopol hat und Waffen weit verbreitet sind.
Bob Fischer
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