Am Samstag, den 28. Februar 2026, griffen die israelischen Streitkräfte unterstützt von den Streitkräften der Vereinigten Staaten Ziele im Iran an. Das Mullah-Regime schickte daraufhin Raketen in Richtung Israel sowie zu US-Einrichtungen in Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die betroffenen Staaten schlossen daraufhin zumindest zeitweise aus Sicherheitsgründen ihre Lufträume – mit massiven Folgen für den internationalen Luftverkehr. Am Dubai International Airport fielen heute 158 geplante Flüge aus, für morgen wurden bereits 270 weitere Flugverbindungen annulliert.
Zum Teil wurden Flugzeuge, die bereits zu einem Flug in Richtung Naher Osten gestartet waren, umgeleitet oder kehrten ganz wieder um. Sicherheit geht vor, und ein Kriegsgebiet, in dem die Kriegsparteien Raketen aufeinander abfeuern, ist keine Region, in der zivile Passagierflugzeuge unterwegs sein sollten.
Der israelische Luftraum war schon seit dem frühen Morgen für zivile Flüge geschlossen. Zum Teil hatten Airlines wie beispielsweise die KLM Royal Dutch Airlines, ihre Flüge schon in der vergangenen Woche aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage ausgesetzt.
Die Lufträume im Nahen Osten sind weitgehend leer
Aktuelle Lagebilder von Flugverfolgungswebsites zeigen weitgehend leere Lufträume im Nahen Osten, von Israel über Jordanien, den Iran, den Irak und die anderen Golfstaaaten.
Die Lufthansa teilte mit: „Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten, werden die Airlines der Lufthansa Group ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman Erbil und Teheran bis einschließlich 7. März aussetzen. Ebenfalls bis einschließlich 7. März werden zusätzlich folgende Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Qatar und Iran.
Zusätzlich werden die Airlines der Lufthansa Group ihre Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi, Riad und Dammam bis einschließlich 1. März aussetzen. Darüber hinaus wird der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls bis einschließlich 1. März nicht genutzt.“
Aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich die Interkontinentalflüge zwischen Europa und Asien bereits deutlich verlängert, weil die meisten Flüge, die den russischen Luftraum nicht mehr nutzen dürfen, nach Süden oder ausweichen müssen. Sie fliegen seit vier Jahren über Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan. Durch die Situation im Nahen Osten verschärft sich die Problematik, denn diese Strecken haben auch nur eine begrenzte Kapazität. Asien-Flüge müssen zum Teil nun noch weiter nach Süden ausweichen, was längere Strecken zur Folge hat.
Im Gegensatz zu anderen Krisenregionen ist derzeit in der Golfregion kein erhöhtes Aufkommen von Störungen der Satelliten-Navigationssysteme zu beobachten, so dass wenigstens die wenigen zivilen Flüge, die in der Region stattfinden, sicher zu ihrem Ziel finden.
Volker K. Thomalla
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