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Krieg im Nahen Osten stört den globalen Luftverkehr massiv

Nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran und dem darauf erfolgten Gegenschlag des Mullah-Regimes wurden zahlreiche Flughäfen zeitweise geschlossen. Hunderte von Flügen in der Region wurden annulliert, Passagiere sind gestrandet.

28.02.2026

Im Nahen Osten – wie hier am Dubai International Airport – sind nach dem Angriff Israels und der USA auf den Iran Hunderte von Flügen ausgefallen. © V. K. Thomalla

Am Samstag, den 28. Februar 2026, griffen die israelischen Streitkräfte unterstützt von den Streitkräften der Vereinigten Staaten Ziele im Iran an. Das Mullah-Regime schickte daraufhin Raketen in Richtung Israel sowie zu US-Einrichtungen in Katar, Bahrain, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die betroffenen Staaten schlossen daraufhin zumindest zeitweise aus Sicherheitsgründen ihre Lufträume – mit massiven Folgen für den internationalen Luftverkehr. Am Dubai International Airport fielen heute 158 geplante Flüge aus, für morgen wurden bereits 270 weitere Flugverbindungen annulliert. 

Zum Teil wurden Flugzeuge, die bereits zu einem Flug in Richtung Naher Osten gestartet waren, umgeleitet oder kehrten ganz wieder um. Sicherheit geht vor, und ein Kriegsgebiet, in dem die Kriegsparteien Raketen aufeinander abfeuern, ist keine Region, in der zivile Passagierflugzeuge unterwegs sein sollten.

Der israelische Luftraum war schon seit dem frühen Morgen für zivile Flüge geschlossen. Zum Teil hatten Airlines wie beispielsweise die KLM Royal Dutch Airlines, ihre Flüge schon in der vergangenen Woche aufgrund der sich verschlechternden Sicherheitslage ausgesetzt.

Die Lufträume im Nahen Osten sind weitgehend leer

Aktuelle Lagebilder von Flugverfolgungswebsites zeigen weitgehend leere Lufträume im Nahen Osten, von Israel über Jordanien, den Iran, den Irak und die anderen Golfstaaaten.

Die Lufthansa teilte mit: „Aufgrund der aktuellen Situation im Nahen Osten, werden die Airlines der Lufthansa Group ihre Flüge nach Tel Aviv, Beirut, Amman Erbil und Teheran bis einschließlich 7. März aussetzen. Ebenfalls bis einschließlich 7. März werden zusätzlich folgende Lufträume nicht genutzt: Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Qatar und Iran.

Zusätzlich werden die Airlines der Lufthansa Group ihre Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi, Riad und Dammam bis einschließlich 1. März aussetzen. Darüber hinaus wird der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate ebenfalls bis einschließlich 1. März nicht genutzt.“

Aufgrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben sich die Interkontinentalflüge zwischen Europa und Asien bereits deutlich verlängert, weil die meisten Flüge, die den russischen Luftraum nicht mehr nutzen dürfen, nach Süden oder ausweichen müssen. Sie fliegen seit vier Jahren über Turkmenistan, Afghanistan und Pakistan. Durch die Situation im Nahen Osten verschärft sich die Problematik, denn diese Strecken haben auch nur eine begrenzte Kapazität. Asien-Flüge müssen zum Teil nun noch weiter nach Süden ausweichen, was längere Strecken zur Folge hat.

Im Gegensatz zu anderen Krisenregionen ist derzeit in der Golfregion kein erhöhtes Aufkommen von Störungen der Satelliten-Navigationssysteme zu beobachten, so dass wenigstens die wenigen zivilen Flüge, die in der Region stattfinden, sicher zu ihrem Ziel finden.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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