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Die EASA hat ein Safety Risk Portfolio zum Ukraine-Krieg erstellt

Die EASA bietet Betreibern von Flugzeugen und Organisationen eine Handreichung zur Einschätzung von möglichen sicherheitsrelevanten Vorkommnissen durch den Krieg in der Ukraine. Der Leitfaden gibt keine Handlungsanweisungen, sondern will das Gefahrenbewusstsein erhöhen.

11.05.2022

Der russische Überfall auf die Ukraine hat anhaltende, einschneidende Folgen für den internationalen Luftverkehr. © V. K. Thomalla

Die Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union (EASA) hat einen Sicherheitsleitfaden (Safety Risk Portfolio) erstellt, der sich mit allen möglichen Gefahren im Zusammenhang mit dem russischen Überfall auf die Ukraine befasst. Die EASA hat diesen Leitfaden gemeinsam mit anderen Behörden und mit Industriepartnern erstellt, um alle möglichen Bedrohungen der Flugsicherheit zu erfassen. Insgesamt werden 20 Punkte aufgeführt, die auf die ein oder andere Weise die Flugsicherheit betreffen, nicht nur für Flüge in unmittelbare Nähe der Konfliktzone.

Der Leitfaden steht zum Download bereit

Die EASA empfiehlt Organisationen und Luftfahrtunternehmen, das Safety Risk Portfolio in der aktuellen Versionen bei ihren Aktivitäten zu berücksichtigen. Sollte es Ergänzungen zu dem Leitfaden geben, wird die Agentur diesen aktualisieren. Der Leitfaden kann hier heruntergeladen werden.

Grundsätzlich haben die Autoren des Leitfadens sieben Themenfelder identifiziert, die die Flugsicherheit im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine beeinflussen können:

  • Sicherheit
  • Infrastruktur und Ausrüstung
  • Flugsicherheit und Navigation
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Management-Systeme
  • Energiekrise
  • Gesundheit und Umwelt

Die äußere Sicherheit (Security) wird als das wichtigste Themenfeld angesehen. In diesem Feld listet die EASA die folgenden Punkte auf, von denen die größte Gefahr für den zivilen Luftverkehr ausgeht:

  • Cyberangriffe 
  • Die Gefahr von fehlender Separierung von zivilem Luftverkehr und unidentifizierten Luftfahrzeugen, besonders in der Nähe von Konflikt- und Grenzregionen
  • Falsche Identifizierung von Zivilluftfahrzeugen durch militärische Stellen
  • Manipulation von GPS-Signalen

Das gesamte Dokument umfasst nur sechs Seiten, soll aber eine Handreichung für Betreiber sein, ein Bewusstsein für die Vielseitigkeit der Gefahren zu entwickeln, die durch den russischen Krieg gegen die Ukraine auch für den weltweiten Luftverkehr entstanden sind.

Volker K. Thomalla

 

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