Im Rahmen der Bekanntgabe der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 hat UPS auch mitgeteilt, dass das Unternehmen die nach dem Unfall einer MD-11F in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky am 4. November 2025 verbliebenen, aber stillgelegten Frachtflugzeuge dieses Musters aus der Flotte genommen hat. Die Fluggesellschaft hatte zuletzt noch 25 dieser dreistrahligen Großraumfrachter genutzt. Die frühzeitige Ausmusterung hatte auch finanzielle Folgen. UPS teilte dazu mit: „Für das vierte Quartal 2025 beinhalten die GAAP-Ergebnisse Gesamtkosten in Höhe von 238 Mio. USD oder 0,28 USD je verwässerter Aktie, die sich aus einem zahlungsfreien Nachsteueraufwand in Höhe von 137 Mio. USD aufgrund einer Abschreibung der MD-11-Flugzeugflotte des Unternehmens und Transformationskosten nach Steuern in Höhe von 101 Mio. USD zusammensetzen.“
Die MD-11F ist vom Himmel verschwunden
Nach dem Unfall hatte UPS die MD-11F-Flotte sofort stillgelegt. Neben UPS gab es nur noch zwei weitere Betreiber der MD-11. Um die Flugzeuge wieder in den Flugbetrieb nehmen zu können, sind wahrscheinlich aufwendige Inspektionen notwendig – die US-Luftfahrtbehörde FAA hat noch nicht veröffentlicht, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, um die Flugzeuge wieder in den Flugbetrieb aufzunehmen.
Da UPS die MD-11F sowieso in den nächsten drei Jahren ausmustern wollte, und die Rest-Nutzungsdauer gering gewesen wäre, hat das Unternehmen die Ausmusterung vorgezogen und im vierten Quartal 2025 abgeschlossen.
Volker K. Thomalla
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