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UPS hat die MD-11F endgültig außer Dienst gestellt

UPS hat seine Flottenmodernisierung beschleunigt und die verbliebenen MD-11F-Großraumfrachter ausgemustert. Für eine Wiederaufnahme des Betriebs mit dem Muster wären wahrscheinlich hohe Investitionen erforderlich gewesen.

27.01.2026

Die MD-11F von UPS waren bis Februar 2024 auch regelmäßig am Flughafen Köln/Bonn zu sehen. © Köln Bonn Airport

Im Rahmen der Bekanntgabe der Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 hat UPS auch mitgeteilt, dass das Unternehmen die nach dem Unfall einer MD-11F in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky am 4. November 2025 verbliebenen, aber stillgelegten Frachtflugzeuge dieses Musters aus der Flotte genommen hat. Die Fluggesellschaft hatte zuletzt noch 25 dieser dreistrahligen Großraumfrachter genutzt. Die frühzeitige Ausmusterung hatte auch finanzielle Folgen. UPS teilte dazu mit: „Für das vierte Quartal 2025 beinhalten die GAAP-Ergebnisse Gesamtkosten in Höhe von 238 Mio. USD oder 0,28 USD je verwässerter Aktie, die sich aus einem zahlungsfreien Nachsteueraufwand in Höhe von 137 Mio. USD aufgrund einer Abschreibung der MD-11-Flugzeugflotte des Unternehmens und Transformationskosten nach Steuern in Höhe von 101 Mio. USD zusammensetzen.“

Die MD-11F ist vom Himmel verschwunden

Nach dem Unfall hatte UPS die MD-11F-Flotte sofort stillgelegt. Neben UPS gab es nur noch zwei weitere Betreiber der MD-11. Um die Flugzeuge wieder in den Flugbetrieb nehmen zu können, sind wahrscheinlich aufwendige Inspektionen notwendig – die US-Luftfahrtbehörde FAA hat noch nicht veröffentlicht, welche Bedingungen erfüllt werden müssen, um die Flugzeuge wieder in den Flugbetrieb aufzunehmen.

Da UPS die MD-11F sowieso in den nächsten drei Jahren ausmustern wollte, und die Rest-Nutzungsdauer gering gewesen wäre, hat das Unternehmen die Ausmusterung vorgezogen und im vierten Quartal 2025 abgeschlossen.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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