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Frankreich testet die MQ-9 Reaper für die Drohnenabwehr

Drohnen stellen eine ernsthafte Gefahr in einem Konflikt dar. Die französischen Streitkräfte haben deshalb ein mehrstufiges Abwehrkonzept entwickelt, bei dem die MQ-9-Reaper-Drohne von General Atomics eine gewichtige Rolle spielt. Erste Tests sind jetzt erfolgreich verlaufen.

9.04.2026

Die französischen Streitkräfte haben Versuche mit der MQ-9 Reaper mit Hellfire-Raketen zur Drohnenabwehr durchgeführt. © Armée de l'air et de l'espace

Die französische Armée de l’air et de l’espace (AAE) hat zusammen mit der Rüstungsbeschaffungsbehörde DGA (Direction générale de l’armement) Anfang dieses Monats über der Raketenerprobungsstelle Île du Levant im Mittelmeer eine MQ-9 Reaper-Drohne für Antidrohnen-Einsätze getestet. Die MQ-9 war bei diesen Test mit AGM-114-Hellfire-Raketen bestückt, einem Lenkflugkörper, der eigentlich für Bodenziele entwickelt worden ist. Die Versuche verliefen nach Angaben der AAE erfolgreich.

Die MQ-9 Reaper wurde als Aufklärungs-, Überwachungs- und Kampfdrohne für Bodenziele beschafft. Sie wird von einem Piloten aus einer Kommandozentrale heraus gesteuert. Die Bedienercrew für die Drohne besteht bei der AAE aus vier Soldaten: dem Drohnenpiloten, einem Sensorbediener, einem Bildauswerter und einem Geheimdienstoffizier. Mit der Drohnenabwehr erhält das unbemannte Fluggerät eine weitere Fähigkeit.

Eigene Stufe im mehrstufigen Abwehrkonzept

Die MQ-9 Reaper sollen im Drohnenabwehrkonzept der AAE eine eigene Stufe bilden. Die Jagdflugzeuge des Typs Rafale sind für die Abwehr von schnell und hoch fliegenden Drohnen zuständig, während die Fennec-Hubschrauber sich um tief und langsam fliegende Drohnen kümmern sollen. Luft-Boden-Flugabwehrsysteme wie MAMBA und VL MICA sind für die Abwehr von Drohnen im Nahbereich vorgesehen. Die MQ-9 Reaper mit Hellfire-Raketen sollen Drohnen in mittleren Höhen abwehren und so den Schutz gegen unbemannte Fluggeräte ergänzen. Die Armée de l’air et de l’espace hebt dabei die große Flugdauer der MQ-9 hervor, die – abhängig von der Zuladung – bei bis zu 24 Stunden liegt. Mit voller Waffenzuladung soll die Endurance der Drohne allerdings auf 14 Stunden sinken.

Volker K. Thomalla

 

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