Boeing hat von der U.S. Air Force (USAF) den Auftrag zur Modernisierung der vierstrahligen Transportflugzeuge des Typs Boeing C-17A Globemaster III erhalten. Das von McDonnell Douglas in den 1980er Jahren entwickelte Transportflugzeug, welches seit der Fusion von McDonnell Douglas und Boeing im Jahr 1997 von Boeing gebaut wurde, ist ein Veteran im Arsenal der US-Luftstreitkräfte. Schon 1991 hob der erste Prototyp zum Erstflug ab, im Sommer 1993 wurde das erste Serienexemplar an die U.S. Air Force übergeben.
Boeing C-17A Globemaster III
Die ersten AH-64E Apache Guardian für die Australian Army wurde mit einer Boeing C-17A der U.S. Air Force nach Australien geflogen. © Australian Army
Die Serienfertigung endete nach 275 Exemplaren, von denen 222 an die U.S. Air Force gingen und 53 an die Streitkräfte anderer Nationen wie Großbritannien, Indien, Kanada, Australien, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar. Auch eine multinationale NATO-Staffel betreibt drei C-17A vom ungarischen Stützpunkt Pápa aus. Die USAF betreibt derzeit 219 C-17A.
Im Rahmen des Modernisierungsprogramms wird die Avionik sowie missionsspezifische Ausrüstung der strategischen Transporter gegen neue Systeme getauscht. Die Systeme werden in eine modulare, offene Systemarchitektur (MOSA) integriert, um spätere Modernisierungen und Upgrades zu vereinfachen.
Offene, modulare Systemarchitektur
Boeing hat unter anderem die Curtiss-Wright Corporation als Zulieferer für neue, leistungsfähige Missionsrechner ausgewählt. Nach Angaben von Curtiss-Wright hat der Auftrag über die gesamte Lebensdauer des Programm allein für Curtiss-Wright einen Wert von 400 Millionen US-Dollar, umgerechnet 336 Millionen Euro.
Travis Williams, Vorstand für die Mobilitäts- und Ausbildungsdienste der United States Air Force bei Boeing, sagte: „Die C-17A bildet seit über drei Jahrzehnten das Rückgrat der globalen Luftmobilität. Da die U.S. Air Force die Einsatzfähigkeit der C-17A bis 2075 sichern will, verfügen wir bereits über einen klaren und realisierbaren Fahrplan, um ihren Bedarf und den unserer internationalen Partner weltweit zu decken. Durch die Behebung der Avionik-Veralterung und die Einführung von MOSA erhalten wir einen bewährten, äußerst zuverlässigen Schwerlasttransporter und sichern seine Spitzenposition in puncto Leistung und Effizienz für die kommenden Jahrzehnte.“
Volker K. Thomalla
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