Im August 2024 wurde das erste Exemplar des neuen EloKa-Flugzeugs EA-37B Compass Call II an die U.S. Air Force ausgeliefert. AeroBuzz hatte darüber berichtet. Nun hat die US-Luftwaffe erstmalig ein Exemplar nach Europa geschickt, wo es auf mehreren US-Stützpunkten Technikern und Soldaten der US-Streitkräfte sowie verbündeter Nationen vorgestellt wurde. Zuvor hatte eine EA-37B bereits zwei Vorstellungsreisen in die Region Indo-Pazifik unternommen.
Die EA-37B Der erste Stopp der Europa-Tour war die Air Base in Ramstein, wo das Flugzeug am 26. Januar landete. Von dort ging es weiter nach Spangdahlem und anschließend nach England zur RAF-Basis Mildenhall.
Soldaten verbündeter Nationen durften in Ramstein und in Mildenhall die EA-37B Compass Call II besichtigen. © U.S. Air Force / Edgar Grimaldo
U.S. Air Force Captain Tyler Laska, Pilot einer EA-37B der 41st Electronic Combat Squadron, sagte: „Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in Konflikten ist die Informationsüberlegenheit. Jeder Moment des Zögerns, den wir in den Entscheidungsprozess des Gegners einbringen können, erhöht die Überlebenschancen unserer Soldatinnen und Soldaten an vorderster Front in allen Einsatzbereichen.“
Die Sensoren und Sender an Bord der EA-37B können gegnerische Sende- und Empfangsanlagen aufspüren, stören oder komplett außer Gefecht setzen.
Das A in der Bezeichnung der EA-37B steht für Attack
Bislang nutzte die US Air Force für diesen Zweck 14 Turboprop-Flugzeuge des Typs EC-130H Compass Call I, die allerdings nach über 40 Dienstjahren ausgemustert werden mussten. Da die Sonderausrüstung der EC-130H noch relativ neu war – und sich in Einsätzen bewährt hatte – beschloss das US-Verteidigungsministerium, nur die Plattform auszuwechseln und die Ausrüstung in ein neues Muster zu integrieren.
Als neue Plattform wurde der Ultralangstreckenjet G550 von Gulfstream Aerospace ausgewählt, der über eine große Reichweite und eine deutlich größere Flughöhe als die EC-130H verfügt. Das Pentagon hat einen Bedarf von insgesamt zehn EA-37B Compass Call II definiert.
Volker K. Thomalla
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