Homepage » Aero-Kultur » Eine weitere Spitfire soll wieder fliegen

Die Spitfire mitt dem früheren taktischen Kennzeichen ML119 ist ein besonderes Flugzeug, denn sie ist komplett in dem Zustand erhalten, in dem sie zum letzten Mal 1955 geflogen ist. Nun nimmt sich „The Spitfire Company“ dieses Flugzeugs an und wird es so restaurieren, dass es wieder an den Himmel kommt.

11.11.2021

Diese 1944 gebaute Spitfire liegt im Biggin Hill Heritage Hangar und soll dort in einen flugfähigen Zustand restauriert werden. Sie flog unter anderem für die britischen, tschechischen, israelischen und burmesischen Luftstreitkräfte. © The Spitfire Company

Der Biggin Hill Heritage Hangar auf dem Flugplatz Biggin Hill südlich von London ist eine Adresse, die Fans des Jagdflugzeugs Supermarine Spitfire bekannt ist. Der 2011 gegründete Hangar sollte eigentlich nur als Werkstatt für die Restaurierung einer einzigen Supermarine Spitfire dienen – inzwischen sind es ein halbes Dutzend Spitfires geworden, die „The Spitfire Company“ wieder in einen flugfähigen Zustand zurückversetzt hat.

Nun liegt wieder eine restaurierungsbedürftige Spitfire im Biggin Hill Heritage Hangar und soll tip-top wieder aufgebaut werden. Mit der Restaurierung der im Frühjahr 1944 gebauten LF MXIX Spitfire mit der taktischen Kennung ML119 (Kennzeichen G-SDNI) werden die Techniker der Firma ab Frühjahr 2022 beginnen, so die Planungen. Wie lange der Wiederaufbau dauert, ist nicht abzusehen – wie immer bei solchen umfangreichen Warbird-Projekten.

Die Spitfire ML119 hat eine gut dokumentierte und interessante Geschichte. Im Laufe der Jahrzehnte ist sie bei Einheiten der britischen, tschechischen, israelischen und burmesischen Luftstreitkräfte geflogen.

ML119 ist ein echter Warbird

Sie ist ein echter Warbird und hat bereits im Zweiten Weltkrieg scharfe Einsätze erlebt. So war sie beispielsweise nachweislich im Rahmen der Operation Diver an der Südostküste Großbritanniens stationiert, um anfliegende V-1-Flugbomben zu bekämpfen. Nach dem Zweiten Weltkrieg überließ Großbritannien den Jäger den neu gegründeten tschechischen Luftstreitkräfte, wo sie bis 1949 flog. Von der Tschechoslowakei wurde sie – zusammen mit 59 weiteren Spitfires – an Israel verkauft. Im Oktober 1954 verkaufte Israel sie weiter nach Burma. Dort war sie aber nur ein Jahr im Einsatz und endete nach einer harten Landung als Gate Guard vor verschiedenen Air Bases des asiatischen Landes.

Dort entdeckte ein amerikanischer Warbird-Sammler das Flugzeug, kaufte es und ließ es in die USA verschiffen. Im Jahr 2000 kam die ML119 zurück nach Großbritannien und sollte in einer Scheune nur zwischengelagert werden. Daraus wurden über 20 Jahre. Nun liegt die Spitfire mit allen ihren Teilen im Biggin Hill Heritage Hangar und wartet auf den Beginn ihrer Restaurierung.

Bob Fischer

 

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Über Bob Fischer

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Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

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