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Condor schließt betriebsbedingte Kündigungen aus

Gute Nachrichten für die Mitarbeiter der Condor: Dank umfassender Einigungen mit den Sozialpartnern gibt es bei der Ferienfluggesellschaft keine betriebsbedingten Kündigungen. Jetzt muss nur noch die Passagiernachfrage wieder anziehen, damit die Airline wieder aus den Turbulenzen herauskommt.

22.07.2020

Auch wenn die Condor-Flotte noch coronabedingt zum Teil am Boden steht, wird die Airline dennoch keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen. © Condor

Die Ferienfluggesellschaft Condor hat heute mitgeteilt, dass sie umfassende Einigungen mit allen Sozialpartnern getroffen habe. Damit sind betriebsbedingte Kündigungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom Tisch. Ralf Teckentrup, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Condor, sagte: „Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern sehr ernst. Nicht nur unsere Kunden haben durch unsere Flugplanstabilität Planungssicherheit, sondern nun auch die Condorianerinnen und Condorianer: Dank tragfähiger und verantwortungsvoller Vereinbarungen mit allen Sozialpartnern, bleiben alle an Bord.“ 

4.200 Mitarbeiter arbeiten bei der Condor

Condor verfügt über eine Flotte von 47 Flugzeugen, darunter 18 Narrowbodies der Airbus A320-Familie, 13 Boeing 757 sowie 16 Widebodies des Typs Boeing 767-300ER. Von diesen Flugzeugen sind derzeit noch etliche geparkt, auch wenn der Flugbetrieb langsam wieder Fahrt aufnimmt. Das Unternehmen beschäftigt rund 4.200 Mitarbeiter am Boden und in der Luft. Es hat nach eigenen Angaben mit allen Gewerkschaften und Betriebsräten unter anderem Einigungen zur Verlängerung der Kurzarbeit erzielt, die gemäß der aktuell geltenden, gesetzlichen Maximaldauer bis mindestens März 2021 fortgesetzt wird. Zudem umfassten die Tarifeinigungen Vereinbarungen zur Effizienz- und Produktivitätssteigerungen in der Flugeinsatzplanung.

Teckentrup sagte weiter: „Wir haben nicht nur eine Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, unseren Kunden und unseren Partnern, sondern auch gegenüber der Bundesregierung und der Hessischen Landesregierung, die uns einen Kredit in Höhe von 294 Millionen Euro als Corona-Hilfe eingeräumt haben. Wir haben in den letzten Monaten gezeigt, dass wir das in uns gesetzte Vertrauen erfüllen, und setzen auch jetzt eine Vielzahl an Kostensenkungs- und Liquiditätsmaßnahmen bei gleichbleibend hoher Produkt- und Servicequalität für unsere Kunden um. Dazu gehört neben den Gewerkschaftsvereinbarungen unter anderem auch der Umzug in eine kleinere und kostengünstigere Unternehmenszentrale.“

Condor wurde in der jüngsten Vergangenheit von mehreren Schicksalsschlägen getroffen: Erst musste die frühere Muttergesellschaft Thomas Cook Insolvenz anmelden, in deren Folge die profitable Condor ebenfalls in finanzielle Schwierigkeiten geriet. Ein Überbrückungskredit sicherte den Weiterbetrieb der Airline. Im Januar dieses Jahres schien mit der polnischen Polish Aviation Group (PGL) ein Investor gefunden, der die Condor übernehmen wollte. Dann kam Corona und ließ die Passagierzahlen bei der Condor und dem sicher geglaubten Investor einbrechen. Mitte April kam dann die nächste Hiobsbotschaft: PGL will die die Condor nicht mehr übernehmen, da sie selbst um das Überleben kämpft. Daraufhin genehmigte die EU-Kommission einen neuen Hilfskredit für die Ferienfluggesellschaft von der Bundesregierung und der Hessischen Landesregierung. Wenn die Passagierzahlen jetzt wieder anziehen, können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fluglinie etwas entspannter in die Zukunft blicken.

 

 

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