Homepage » Berufe » EASA hat ein Virtual Reality Flight Training Device zugelassen

EASA hat ein Virtual Reality Flight Training Device zugelassen

Flugtraining mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille: Die EASA hat nun einen ersten derartigen Simulator nach FNPT II zugelassen. Er erlaubt ein kostengünstiges und effizientes Training, besonders auch von Gefahrensituationen.

27.04.2021

VRM Switzerland hat sein Virtual-Reality-Trainingsgerät zunächst für das Training von Hubschrauberpiloten ausgelegt. © VRM Switzerland

Die Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union (EASA) hat ein erstes Trainingsgerät auf Basis einer Virtual-Reality-Darstellung für das Training von fliegenden Besatzungen zugelassen. Das Flight Simulation Training Device (FSTD) der Schweizer Firma VRMotion AG (VRM Switzerland) aus Schaffhausen ist zunächst für den Einsatz beim Training für Hubschrauber-Besatzungen vorgesehen.

Der Pilot trägt eine VR-Brille und sitzt in einem Gestell mit den Abmessungen des Cockpits des echten Helikopters. Stick, Pedale, Collective und Instrumentenpilz sind ebenfalls vorhanden. Der Pilot sieht in der Datenbrille ein virtuelles Bild des Cockpits und der Umgebung. Dadurch ist ein kostengünstiges und effizientes Flugtraining möglich. Auch können gefahrlos kritische Flugsituationen durchgespielt werden.

Das von der EASA zugelassene VR-Trainingsgerät von VRM Switzerland erlaubt das gefahrlose Training von kritischen Flugsituationen. © VRM Switzerland

Die EASA hat sich mit Hilfe eines Evaluierungsprogramms von der Tauglichkeit des Trainingsgerätes und seiner Eigenschaften überzeugt. Im Rahmen dieses Prozesses flogen Piloten aus der Industrie, von Behörden sowie Fluglehrer und Testpiloten mit dem Virtual Reality FSTD. Sie bestätigten, dass der VR-Simulator hält, was er verspricht. Insbesondere bei Autorotationen, Hovermanövern und Landungen am Hang überzeugte das Trainingsgerät von VRM Switzerland.

Zulassung für das R22-Training

Da es sich um ein komplett neues Trainingsgerät mit einem neuen Konzept handelt, musste die EASA ihre Zulassungsvoraussetzungen anpassen. Sie legte Special Conditions fest, die die Eigenschaften des neuen Trainingsgerätes berücksichtigen. Der FSTD ist nun als FNPT (Flight Navigation Procedures Trainer) Level II für die Robinson R22 Beta II zugelassen.

Jesper Rasmussen, EASA Flight Standards Director, sagte: „Dies ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung von Flugsimulations-Trainingsgeräten. Die Agentur modernisiert ihre Vorschriften für Trainingsgeräte, um deren tatsächliche Leistungsfähigkeit und den technologischen Fortschritt widerzuspiegeln. Diese Entwicklung wird eine breitere Palette an kosteneffizienten Trainingsgeräten als Ergänzung zu Full Flight Simulatoren ermöglichen und wird zum Teil durch den Trainingsbedarf für neue VTOL-Fluggeräte vorangetrieben. Dies steht auch im Einklang mit den Sicherheitszielen der EASA Rotorcraft Safety Roadmap, die kritischsten Trainingsszenarien zu überprüfen und den Einsatz von Simulatoren in Bereichen von risikoreichen Trainings zu fördern.“

Bob Fischer

 

Folgen Sie uns auf Twitter
Liken Sie uns auf Facebook

 

Schon gelesen?

VR-Training für KLM-Piloten zu Hause von der Couch

USAF trainiert Triebwerkstechniker mit Virtual Reality Software

Air France testet Virtual Reality-Brillen

Über Bob Fischer

zum Aerobuzz.de
Bob Fischer ist PPL-Inhaber mit diversen Ratings. Er veröffentlicht regelmäßig Beiträge in Luftfahrtmagazinen auf der ganzen Welt. Bob hat eine große Erfahrung in Air-to-air-Fotografie mit Jets, Kolbenmotor- und Turbopropflugzeugen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.