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Bombardier hat den ersten Global 7500 mit Dual-HUD ausgeliefert

Bombardier Aviation hat das erste Exemplar seines Flaggschiffs Global 7500 mit einem doppelten Head-Up-Display (HUD) an einen nicht genannten Kunden übergeben.

25.08.2020

Bombardier hat den ersten Global 7500-Business-Jet mit einem doppelten Head-up-Display im August 2020 an einen Kunden geliefert. © Bombardier Aviation

Der kanadische Business-Jet-Hersteller Bombardier Aviation hat das erste Exemplar seines Top-Modells Bombardier Global 7500 mit einem doppelten Head-up-Display (HUD) an einen Kunden ausgeliefert. Das zweite HUD ist als Option auf der Liste der Sonderausstattung des rund 70 Millionen US-Dollar (59 Millionen Euro) teuren Ultralangstreckenjets zu finden.

Der Global 7500 wurde im September 2018 zugelassen. © Bombardier Aviation

Im Head-up-Display sind sowohl neben den flugrelevanten Daten und Informationen auch die Bilder des Synthetic Vision Systems (SVS) als auch des Enhanced Vision Systems (EVS) dargestellt. Das SVS erzeugt eine virtuelle Darstellung der Landschaft vor dem Flugzeug, die es aufgrund der GPS-Position aus der weltweiten Geländedatenbank zieht. Das EVS hingegen zeigt das Bild eines Infrarotsensors, der durch Dunkelheit und Nebel sehen kann. Das EVS-Bild beruht auf geringsten Temperaturdifferenzen von verschiedenen Materialien und Stoffen und zeigt so nicht nur die vor dem Flugzeug liegende Landschaft, sondern auch Fahrzeuge oder Tiere auf der Landebahn.

Michel Ouellette, der Senior Vice President, Program Management and Engineering bei Bombardier Aviation, sagte: „Die Auslieferung des ersten Global 7500 mit doppeltem HUD zeigt unser herausragendes Engagement für die Sicherheit. Dieses Cockpit ist so konzipiert, dass es Technologie und Automatisierung in den Dienst der Besatzung stellt, anstatt eine Technologie zu schaffen, die die Besatzung beherrschen muss.“

Verbesserte Sicherheit

Das zweifach im Cockpit installierte HUD ermöglicht der Besatzung eine bessere gegenseitige Kontrolle während eines Approaches unter schlechten Sichtbedingungen, da beide Piloten über die identische Darstellung der flugrelevanten Informationen verfügen und erlaubt – sollte es einmal notwendig sein – einen problemlosen Rollenwechsel vom Pilot flying zum Pilot monitoring.

Der Global 7500 erhielt Ende September 2018 die Zulassung der kanadischen und der US-Luftfahrtbehörden. Der Jet ist mit dem Bombardier Vision-Cockpit ausgestattet, das sich durch eine große Automatisierung auszeichnet. Unter anderem gibt es einen vollautomatischen Treibstofftransfer zwischen den Tanks, eine automatisierte Steuerung des Kabinendrucks sowie Startsequenzen, die im Vergleich zu denen anderer Geschäftsreiseflugzeuge stark vereinfacht seien, teilt der Hersteller mit. Die Reichweite des derzeitigen Bombardier-Flaggschiffs Global 7500 liegt bei einer Reisegeschwindigkeit von Mach 0.85 bei 7.700 nautischen Meilen (14.260 Kilometer).

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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