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Der VDL geht mit neuem Namen als GAEA wieder in den Steigflug

Die Mitglieder des früheren Verbandes der Luftfahrt-Sachverständigen (VDL) haben für eine Modernisierung ihrer Vereinigung gestimmt. Neben einem neuen Namen – German Aircraft Expert Association/GAEA – setzt der Vorstand auch Impulse durch neue Aktivitäten und Angebote für die Mitglieder.

14.06.2022

Rachel McKay ist nicht nur erfahrene Luftfahrt-Sachverständige, sondern auch Vorsitzende der GAEA. © V. K. Thomalla

Der Verband der Luftfahrt-Sachverständigen (VDL) ist im Wandel begriffen und wenig dokumentiert diese Veränderung besser als der neue Name, den die Mitglieder auf der Jahreshauptversammlung während der AERO in Friedrichshafen verabschiedet haben. Der VDL firmiert nun unter dem Namen GAEA (German Aircraft Expert Association). Geführt von Rachel McKay, die in Friedrichshafen im Amt als Erste Vorsitzende des Verbandes wiedergewählt wurde, tut sich einiges beim GAEA/VDL e.V. Die Vereinigung will als aktive und international tätige Interessenvertretung ihrer Mitglieder wahrgenommen werden.

Neben der Namensänderung dokumentiert auch die Neugestaltung der GAEA-Website, dass sich die Vereinigung stärker als in der Vergangenheit als eine aktive Interessenvertretung sieht. Rachel McKay hat die Mitgliederverwaltung digitalisiert und betont: „Es macht mir wirklich Freude, das alles voranzubringen, aber allein hätte ich das nicht geschafft.“

Der Verband hat weit über 100 Mitglieder

Der Vorstand des weit über 100 Mitglieder starken Verbandes ist nicht nur gut vernetzt, sondern tauscht sich regelmäßig untereinander alle 14 Tage per Videokonferenz über aktuelle Projekte und anstehende Themen aus. Die Mitgliederversammlungen sind das wichtigste Forum der GAEA und finden zweimal pro Jahr an wechselnden Orten statt. So war die GAEA in der jüngsten Vergangenheit bei der Bundespolizei in Bonn/Hangelar zu Gast und lernte dort unter anderem kennen, wie die Bundespolizei ihre Hubschrauber instandhält.

Mitglieder der GAEA sind Luftfahrt-Sachverständige, die Gutachten über Luftfahrzeuge erstellen, aber auch Juristen und andere Berufsgruppen, die sich vornehmlich mit Luftfahrt-Themen und Begutachtungen von Luftfahrtkomponenten beschäftigen. Der neue Kurs des Verbandes findet Aufmerksamkeit: „Wir gewinnen derzeit neue Mitglieder hinzu“, berichtet McKay im Gespräch mit Aerobuzz.

Die GAEA hat sich auf die Fahne geschrieben, Luftfahrt-Sachverständige auszubilden und bietet dafür entsprechende Veranstaltungen an. Dabei ist das Spektrum der Sachverständigen breit und reicht von Spezialisten für Segelflugzeuge über Motorflugzeug-Spezialisten bis hin zu Sachverständigen, die sich auf Geschäftsreiseflugzeuge jeglicher Größenordnung konzentrieren.

Anfragen nach solchen Fortbildungen gibt es viele, aber nicht jeder Interessent bringt die Voraussetzungen mit, um eine solche Ausbildung auch zu durchlaufen. Denn mit der Ausbildung allein ist es nicht getan, denn letztendlich ist es vor allem die Erfahrung, die einen Sachverständigen ausmacht. Und diese Erfahrung bekommt man unter anderem auch durch den Austausch mit anderen Sachverständigen, die man in der GAEA trifft.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit über 35 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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