Homepage » Business Aviation » Erstauslieferung des Learjet 75 Liberty

Bombardier Aviation hat das erste Exemplar des überarbeiteten Learjet 75 Liberty an einen Kunden übergeben. Mit der neuesten Version des Flugzeugs will der Hersteller verlorenes Terrain im Marktsegment der Leichtjets zurückgewinnen.

6.10.2020

Das erste Exemplar des Learjet 75 Liberty hat Anfang Oktober 2020 bei einem privaten Betreiber seinen Dienst aufgenommen. © Bombardier Aviation

Bombardier Aviation hat den ersten Learjet 75 Liberty an einen Kunden ausgeliefert. Das erste Exemplar des zweistrahligen Leichtjets ging an die Firma Alex Lyon & Son, eine Auktionsfirma, die an verschiedenen Plätzen in den USA, Kanada und Südamerika Auktionen organisiert und durchführt und deshalb einen großen Reisebedarf hat.

Bombardier hatte den Learjet 75 Liberty als überarbeitete Version des Leichtjets im Juli vergangenen Jahres vorgestellt. Der überarbeitete Jet kostet mit 9,9 Millionen US-Dollar fast drei Millionen Dollar weniger als sein Vorgänger. Zunächst war vorgesehen, dass der Learjet 75 Liberty ausschließlich mit einer Kabine für sechs Passagiere zu kaufen sei. Doch aufgrund des Kunden-Feedbacks hat sich der Hersteller entschieden, doch wieder optional bis zu acht Passagiersessel zu installieren. Die Kabine der sechssitzigen Variante nennt Bombardier aufgrund der großen Beinfreiheit auch „Executive Suite“. Im Cockpit hat der Hersteller das auf dem Garmin G5000-Avionikpaket beruhende Bombardier Vision Flight Deck installiert.

Leicht größere Reichweite

Zur Serienausstattung des Lear 75 Liberty gehört auch ein Datenübertragungssystem Gogo ATG 4G. Die Reichweite des Learjet 75 Liberty mit NBAA-IFR-Reserven gibt Bombardier mit 2.080 nautischen Meilen (3.852 Kilometer) an, also 40 nautische Meilen (74 Kilometer) mehr als beim Learjet 75.

Jack Lyon, der Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Alex Lyon & Son, sagte bei der Übergabe des Flugzeugs: „In den letzten 20 Jahren haben mir die Learjet-Flugzeuge und die Maintenance-Teams von Bombardier eine Zuverlässigkeitsrate von 99,9 Prozent gegeben. Und dank der Geschwindigkeit eines Learjets hindert uns ein verspäteter Abflug nicht daran, pünktlich anzukommen, was mir geholfen hat, mein Geschäft effizienter zu führen. Wir schätzen die Geschwindigkeit, Reichweite und Zuverlässigkeit dieser Flugzeuge und sind stolz darauf, Eigentümer des ersten Learjet 75 Liberty zu werden.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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