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HondaJet-Produktion nimmt Fahrt auf

Der Hersteller des leichten Business Jets HondaJet, gab auf der EBACE bekannt, dass er beabsichtigt, in diesem Jahr bis zu 60 Flugzeuge zu bauen. Bis Mitte Mai hat er bereits 43 Flugzeuge dieses Musters an Kunden übergeben.

23.05.2017

Die Fertigung des HondaJet gewinnt an Fahrt. Im ersten Quartal 2017 übergab der Hersteller 15 Jets an Kunden. © Honda Aircraft

Michimasa Fujino, Präsident und Hauptgeschäftsführer (CEO) von Honda Aircraft aus Greensboro im US-Bundesstaat North Carolina, berichtete auf der Geschäftsluftfahrtmesse EBACE, dass die Endmontage des 50. HondaJets schon im März dieses Jahres abgeschlossen war. Diese Zahl ist ein Beweis dafür, wie schnell das Unternehmen die Fertigungsrate für den zweistrahligen Leichtjet hochfährt. Im ersten Quartal 2017 hat der Hersteller 15 Exemplare des Musters an Kunden übergeben, für das Geschäftsjahr 2017 – das vom 1. April 2017 bis zum 31. März 2018 geht – rechnet Fujino mit einer Produktion von 55 bis 60 Flugzeugen.

Trotz der rapide steigenden Auslieferungen ist der Geschäftsführer mit dem Auftragsbuch zufrieden, sagte er auf Nachfrage von Aerobuzz.de, ohne jedoch konkrete Zahlen zu nennen. Die meisten Kunden, die vor Beginn der Auslieferungen im Dezember 2015 Lieferpositionen reserviert hatten, haben inzwischen feste Bestellungen gezeichnet. „Wir haben nur sehr wenige Annullierungen von Bestellungen gesehen“, sagte Fujino gegenüber Aerobuzz.de.

Die Fertigungslinie bei Honda Aircraft soll 2017 bis zu 60 HondaJets produzieren. © Honda Aircraft

Das Unternehmen konnte auch neue Bestellungen verzeichnen. So gab Fujino bekannt, dass eine Bestellung für mehrere Flugzeuge von dem neuen hybriden Fractional-Ownership-Programm „FlyHonda“ eingegangen seien. Eine genaue Zahl nannte das Unternehmen auch auf Nachfrage nicht. FlyHonda ist auf der Isle of Man beheimatet und will den britischen und den europäischen Markt bedienen.

Privateways setzt den HondaJet im Charter ein

Bei den Auslieferungen hob Fujino zwei Firmen hervor, die ihre Flugzeuge bereits erhalten haben: Das deutsche Charterunternehmen Privateways, das als erstes europäisches Unternehmen einen HondaJet verchartert sowie EATIS (European Aero Training Institute) aus Straßburg in Frankreich, die in diesem Sommer ihr AOC erhalten und dann ihren HondaJet ebenfalls im Charterdienst betreiben wollen.

Der HondaJet ist mit einer maximalen Reisegeschwindigkeit von 422 KTAS das schnellste Flugzeug seiner Klasse. Es bietet sechs (alternativ sieben) Insassen Platz und darf von einem Piloten geflogen werden. Angetrieben von zwei GE Honda HF120-Turbfans steigt der Leichtjet mit einer maximalen Steigrate von 3990 ft/min. Die maximale Reiseflughöhe liegt bei 43.000 Fuß. Die Reichweite mit NBAA-IFR-Reserven beträgt 1.223 nautischen Meilen, umgerechnet 2.265 Kilometer.

Volker K. Thomalla

Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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