Homepage » Business Aviation » Impressionen vom ersten Tag der EBACE 2024

Die EBACE ist in einer Phase des Umbruchs. Die Ausgabe 2024 der Messe war kleiner als die vorherigen Ausgaben. Besonders im Static Display war dies zu sehen. Aber mit den Themen Nachhaltigkeit und Innovationen kann die EBACE derzeit punkten.

29.05.2024

Das Static Display der EBACE 2024 war deutlich kleiner als in den vorangegangenen Jahren. © V. K. Thomalla

Gestern hat die Geschäftsluftfahrtmesse EBACE 2024 im Messezentrum Palexpo sowie auf dem Flughafen Genf ihre Pforten geöffnet. Die Messe ist in diesem Jahr deutlich kleiner als in den Vorjahren. So sind statt der normalerweise üblichen 50 bis 60 Flugzeugen nur 29 Fluggeräte auf dem Static Display ausgestellt. Auffallend war die Abwesenheit von Bombardier und Gulfstream Aerospace, zwei Schwergewichte unter den Herstellern, die bereits im Vorfeld der Messe angekündigt hatten, nicht teilnehmen zu wollen.

Impressionen von der EBACE 2024 in Genf

Nicht nur auf dem Static Display, auch in der Messehalle haben weniger Aussteller den Weg nach Genf gefunden. Dennoch ist die EBACE ein wichtiger Treffpunkt für die Business Aviation in Europa. Éric Trappier, der Vorsitzende von Dassault Aviation, betonte dies zu Beginn der Pressekonferenz seines Unternehmens, als er sagte, Dassault Aviation sei ein loyaler Aussteller auf dieser Messe.

Die Hersteller von Geschäftsreiseflugzeugen erfreuen sich derzeit hoher Auftragsbestände, der Markt für Gebrauchtflugzeuge ist nach wie vor von einem Mangel an jungen Flugzeugen geprägt, so dass die zu erzielenden Preise für Geschäftsreiseflugzeuge nach wie vor hoch sind, wenn auch nicht mehr so hoch wie 2021/2022, als Rekordpreise für Business Jets aufgerufen und gezahlt wurden.

Aber Probleme mit den Lieferketten und der Verfügbarkeit von Teilen und Systemen beschäftigen die Branche immer noch, denn ohne eine stabile und verlässliche Lieferkette können die Hersteller die bestellten Flugzeuge nicht ausliefern und müssen Kunden enttäuschen, was nie gut ankommt.

Probleme mit der Lieferkette plagen die Branche

Neben den Lieferkettenproblemen beschäftigt – und das erfährt man bei fast allen Gesprächen auf der EBACE in diesem Jahr – die Branche auch der Mangel an qualifizierten Kräften. Die Business Aviation befürchtet aufgrund des demographischen Wandels in den westlichen Gesellschaften einen sich weiter verschärfenden Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Die EBACE ist für Menschen, die eine Karriere in der Luftfahrt anstreben, ein guter Ort, um sich über die Berufschancen in der Branche zu informieren.

Die Veranstalter der EBACE, die NBAA und die EBAA, haben die Themen Nachhaltigkeit und Innovation in den Vordergrund der Messe gerückt. Das zeigt sich auch in der Themenauswahl bei den vielen Vorträgen und Podiumsdiskussionen auf der Messe in Genf. Lilium hat beispielsweise die EBACE als Event für die Enthüllung seines seriennahen 1:1-Mock-ups des Elektroflugzeugs Lilium Jet gewählt. Das Interesse der Besucher an dem Fluggerät war in Genf groß. Auch VoltAero, Vaeridion und weitere Player aus dem Bereich „neue Luftmobilität“ waren auf der EBACE vertreten.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er wurde 2021 mit dem Aerospace Media Award (Kategorie Business Aviation) ausgezeichnet. Er berichtet seit 40 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla war zwischen 2016 und 2020 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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