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Pilatus Aircraft hat die 100. PC-24 an einen Kunden übergeben

Pilatus Aircraft hat mit dem Entwurf seines ersten Business Jets das richtige Gespür für den Markt gehabt: Das Flugzeug erwies sich vom Start weg als äußerst populär. Nun hat der Hersteller das 100. Exemplar an einen Kunden übergeben – weniger als drei Jahre nach der Erstauslieferung. Die Lieferpositionen für 2021 sind bereits komplett vergeben.

5.01.2021

Das Jetfly-Management (li.) und das von Pilatus Aircraft freuen sich auch unter den Masken über die Auslieferung der 100. PC-24. © Pilatus Aircraft

Der Schweizer Flugzeughersteller Pilatus Aircraft hat einen besonderen Meilenstein bei seinem PC-24-Programm erreicht: Er hat das 100. Exemplar des Super Versatile Jet an einen Kunden übergeben. Das Jubiläumsflugzeug wird künftig in der Flotte des Luxemburger Luftfahrtunternehmens Jetfly seinen Dienst verrichten.

Pilatus PC-24

Pilatus hatte das erste Exemplar seines Business Jets im Februar 2018 an das US-Fractional-Ownership-Unternehmen PlaneSense ausgeliefert. Alle Flugzeuge dieses Musters haben zusammen bisher über 33.500 Flugstunden gesammelt. Auf den Fleet Leader, also das Exemplar mit den meisten Flugstunden, entfallen dabei allein 2.375 Stunden.

Vielseitigkeit stand im Pflichtenheft

Die PC-24 ist der erste Schweizer Business Jet. Bei der Auslegung des Flugzeugs verfolgte der Hersteller das Ziel, nicht einen weiteren Geschäftsreisejet auf den Markt zu bringen, sondern ein Flugzeug zu konstruieren, das von Beginn an als Mehrzweckflugzeug ausgelegt ist. Deswegen verfügt der von zwei Williams FJ44-Turbofans angetriebene Jet auch über eine große Frachttür im Heck. Sie ermöglicht nicht nur bei Bedarf einen schnellen Umbau der Kabine, sondern erlaubt beispielsweise im Einsatz als Ambulanzflugzeug auch das schonende Be- und Entladen von Patienten auf einer Trage. Neben den Royal Flying Doctors (RFDS) in Australien haben sich auch Ambulanzflugdienste in Schweden und Alaska für den Jet entschieden. Pilatus hat den Jet so robust konstruiert, dass er in der Lage ist, von unvorbereiteten Pisten aus zu operieren.

Auch als Regierungsflugzeug ist das Muster im Einsatz. Unter anderem nutzt der Schweizer Bundesrat eine PC-24, um dringende Reisen durchzuführen. Neben Fractional-Ownership-Unternehmen wie der Erstkunde PlaneSense in den USA stehen PC-24 auch bei klassischen Charteranbietern, bei größeren Unternehmen als Geschäftsreiseflugzeug und bei privaten Eignern im Dienst.

Cédric Lescop, der Hauptgeschäftsführer (CEO) von Jetfly Aviation, sagte anlässlich der Übergabe: „Wir sind stolz, den 100. in Stans hergestellten PC-24 in Empfang zu nehmen. Die Jetfly-Gruppe betreibt bereits neun PC-24 im Auftrag von mehr als 50 europäischen Eigentümern und Teileigentümern. Ausnahmslos alle sind von der Qualität und der unglaublichen Leistung des PC-24 beeindruckt. Auch nach zwei Jahren Betrieb sind unsere Kunden weiterhin begeistert von ihrer Anschaffung. Dies ist für uns ein Zeichen für den Erfolg dieses neuen Flugzeugs, das sich wie der PC-12 zu einem Bestseller auf dem Markt entwickeln wird.“

Die nächste verfügbare Lieferposition für eine PC-24 liegt zu Beginn des Jahres 2022.

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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