Homepage » General Aviation - news » Chris Heintz ist gestorben

Der Flugzeugkonstrukteur Chris Heintz ist am 30. April 2021 im Alter von 83 Jahren verstorben. In seiner über 50 Jahre dauernden Karriere hat der Schweizer Luftfahrt-Ingenieur seine Spuren vor allem in der Allgemeinen Luftfahrt hinterlassen.

4.05.2021

Der gebürtige Schweizer Ingenieur Chris Heintz – hier in der von ihm konstruierten CH 701 – hat in seinem Leben über ein Dutzend Flugzeuge entwickelt. © Zenair Canada

Chris Heintz hat in seinem Berufsleben alle Kästchen abgehakt: Amateurflugzeubau (CNRA), UL (Ultraleicht), LSA (Light Sport Aircraft) und CS-23 (zertifizierte Flugzeuge). Er hatte seine Karriere bei Aérospatiale mit dem Concorde-Programm begonnen, bevor er sich Pierre Robin anschloss, um die Metallflugzeug-Familie HR-100 ins Leben zu rufen, einschließlich des Viersitzers HR-100/250 und des Zweisitzers HR-200. Das H steht in der Bezeichnung für Heintz, das R für Robin. Dann zog er nach Kanada, wo er bei De Havilland an der viermotorigen Dash-7 mitarbeitete.

Von der Concorde bis zu CH 701

Chris Heintz baute im Alleingang sein erstes Metallflugzeug, die Zenith (Anagramm von Heintz), den Grundstein der zukünftigen Firma Zenair, die er 1974 in Kanada gründete. Er konstruierte und fertigte ein Dutzend Modelle, darunter die CH 701, das UL CH 750, das sich durch seine bemerkenswerte Ultrakurzstart-Fähigkeit auszeichnet und die CH 2000. Mehr als 800 von dem schweizerisch-kanadischen Ingenieur entworfene Flugzeuge fliegen auf der Welt.

Chris Heintz gehört neben Delemontez und Jodel, um nur zwei zu nennen, zur Reihe der großen Luftfahrtingenieure, die ihr Talent in den Dienst der „kleinen Luftfahrt“ gestellt haben. Seine Konstruktionen und seine bemerkenswerte Karriere haben ihm mehrere internationale Auszeichnungen eingebracht, so wurde er beispielsweise 1999 on die Hall of Fame der Experimental Aircraft Association (EAA) aufgenommen.

Gil Roy

 

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