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Die FAA hat der Tecnam P-Mentor die Zulassung erteilt

Dank der Musterzulassung der FAA steht der Tecnam P-Mentor nun der ungemein wichtige Flugschulmarkt in den Vereinigten Staaten offen. Die ersten Auslieferung sollen in Kürze an eine Flugschule in Texas erfolgen.

14.05.2024

Die US-Luftfahrtbehörde FAA hat die Tecnam P-Mentor am 7. Mai 2024 nach FAR Part 23 zugelassen. © Tecnam

Die US-Zivilluftfahrtbehörde FAA (Federal Aviation Administration) hat dem italienischen Flugzeughersteller Tecnam am 7. Mai dieses Jahres die Musterzulassungsurkunde für seine Einmot P-Mentor übergeben. Tecnam aus Capua hatte den für die IFR-Ausbildung optimierten Trainer im April 2022 auf der AERO in Friedrichshafen vorgestellt. Da der Hersteller das Muster im Geheimen entwickelt hatte, war es schon bei der Vorstellung von der EASA (Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union) nach CS-23 zugelassen. 

Tecnam kündigte an, nun mit den Auslieferungen der P-Mentor an Flugschulen in den Vereinigten Staaten zu beginnen. Die ersten 20 Exemplare gehen an die HCH Aviation in Texas, die die Flugzeuge in Zusammenarbeit mit der Austin State University betreiben wird, Danach erhalten die Kilo Charlie Aviation aus New Century in Kansas sowie die EpicSky Flight Academy aus Des Moines in Iowa ihre P-Mentor. 

Tecnam hat bislang über 100 P-Mentor an Flugschulen in 18 Ländern ausgeliefert. Das Muster ist zwar für die IFR-Ausbildung optimiert, kann aber natürlich auch für die PPL-Ausbildung und das UPRT-Training genutzt werden.

Angetrieben von einem Rotax 912iSc-Vierzylinder-Motor, der einen MT-Verstellpropeller dreht, soll die P-Mentor sehr niedrige Betriebskosten bei ansprechenden Leistungen aufweisen. Zu den ansprechenden Flugleistungen trägt auch ein vollständig neu entwickelter Flügel bei, der aus einem Materialmix aus Kohlefaserverbundwerkstoffen (Flügelvorderkante) und Aluminium (Kastenholm und Beplankung) besteht. Bei dem Profil wählten die Tecnam-Konstrukteure ein Laminarprofil.

Laminarprofil für wirtschaftliches Fliegen

Dank dieser Konstruktion konnte die P-Mentor die Anforderungen der EASA CS-23-Novelle in Bezug auf Mindestfluggeschwindigkeit und Überziehverhalten erfüllen, ohne dass ein Gesamtrettungssystem notwendig war. Ein BRS-System ist für die P-Mentor aber zugelassen und als Option für Kunden erhältlich. Der integrierte Treibstofftank befindet sich hinter dem Hauptholm und bietet ein Volumen von 130 Litern, die für eine maximale Flugdauer von mehr als neun Stunden reichen.

Die Indienststellung der P-Mentor wurde nach Angaben von Tecnam von zahlreichen Flugschulen in den USA sehnsüchtig erwartet, die einen Ersatz für die vielen hundert „alten“ FAR23/CS23-IFR-Schulungsflugzeuge gefordert hätten, die derzeit weltweit im Einsatz sind. Dieses Flugzeug werde viele profitable Möglichkeiten auf dem Flugausbildungsmarkt eröffnen und das Ausbildungsparadigma revolutionieren.

Volker K. Thomalla

 

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