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Flight Design gestaltet die Zukunft der Allgemeinen Luftfahrt

Auf der AERO in Friedrichshafen hat Flight Design general aviation GmbH den Prototyp der F2e mit einem Brennstoffzellen-Antrieb präsentiert. Damit ist aber keine Vorentscheidung für eine Präferenz eines künftigen Antriebs des Flugzeugs gefallen.

6.05.2022

Flight Design zeigte auf der AERO 2022 in Friedrichshafen die F2e mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb. © Uta Thomalla

Die Diskussion darüber, welche Antriebsart die Zukunft der General Aviation darstellt: e-Fuels, Biofuels, Batterie-elektrische Antriebe oder Brennstoffzellen-, beziehungsweise Wasserstoff-Antriebe, ist in vollem Gang. Auf der AERO in Friedrichshafen war dieses Thema allgegenwärtig, da heute noch nicht klar ist, ob sich eine einzige Technologie flächendeckend durchsetzen kann oder ob mehrere Antriebssysteme parallel nebeneinander die Zukunft der Allgemeinen Luftfahrt darstellen werden. Immerhin muss die Infrastruktur an den Flugplätzen entsprechend angepasst und mit Ladestellen und/oder Wasserstoff-Tankstellen ausgerüstet werden.

Der Flugzeughersteller Flight Design general aviation GmbH aus Hörselberg-Hainich geht das Thema ergebnisoffen an, sagte Matthias Betsch, der Gründer und Geschäftsführer des Unternehmens im Gespräch mit Aerobuzz. Das Motorflugzeug F2-CS23 wurde im Dezember 2021 von der EASA zugelassen, angetrieben von einem 100 PS (74 kW) starken Rotax-912iS-Einspritzmotor und einem Propeller des französischen Herstellers DUC Hélices an. Damit deckt Flight Design die heutigen Bedürfnisse ab und ist im Segment der Flugzeuge mit Verbrennungsmotoren gut vertreten.

Die F2e wird ohne Motorgeräusche fliegen

Auf der AERO zeigte Flight Design die F2e mit einem Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb von HYFLY. Ein Konsortium, bestehend aus KasAero, PS-HyTech und Flight Design hat den Antrieb in die Zelle der F2 integriert. Unter dem Rumpf befindet sich ein großer Lufteinlass, der sofort an den Ölkühler unter dem Rumpf einer P-51 Mustang erinnert. Das Flugzeug soll ab 2023 fliegen und intensiv erprobt werden. Flight Design strebt eine Reichweite von zwei Stunden an, sagte Matthias Betsch. HYFLY hebt als Vorteile seiner Antriebsart hervor: Starkes Drehmoment ohne Motorengeräusch und höchste Energieeffizienz bei stabiler Leistung.

Aber auch das Thema batterie-elektrisches Fliegen will Betsch nicht außer Acht lassen, vorausgesetzt, die Energiespeicher erreichen die geforderte Kapazität. Die Antriebsart, die ihm als erstes eine Endurance von zwei Stunden liefere, sei sein Favorit, sagte er.

Im Auftragsbuch von Flight Design stehen derzeit 80 feste Orders für Flugzeuge der F-Serie in allen Versionen. Die IFR-Version der F2 soll bis Ende 2022 zertifiziert werden. Diese Version wird dann für Kunden ab dem dritten Quartal 2023 verfügbar sein.

Der aus der F2 abgeleitete Viersitzer F4 befindet sich bei Flight Design in der Entwicklung. Die F4 wird von einem 140 PS starken Rotax 915iS angetrieben. Sie wird eine größere Spannweite als die F2 haben, ein Gesamtrettungssystem, Airbags und Garmin-Avionik mit einem Flight Envelope Protection System. Der Erstflug soll 2023 erfolgen.

Volker K. Thomalla

 

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