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OvV der Niederlande untersucht Beinahe-Zusammenstöße

Beinahe-Kollisionen zwischen zwei Luftfahrzeugen kommen trotz verbesserter technischer Warnsysteme häufiger vor als man denkt. In den Niederlanden untersucht eine Behörde nun verschiedene Zwischenfälle, bei denen sich Luftfahrzeuge zu nahe kamen.

26.03.2024

Bei einer Midair-Kollision in den Niederlanden wurde 2019 eine PA-18 schwer beschädigt und eine PA-18 komplett zerstört. © Veiligheidsregio Midden- en West Brabant

Die niederländische Behörde für Flugsicherheit (Onderzoeksraad voor Veiligheid, OvV), das Äquivalent von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BFU) in Deutschland, wird sogenannte Airproxes untersuchen. Das sind Situationen, in denen zwei Flugzeuge zu kollidieren drohen. „Ziel ist es, Gemeinsamkeiten aus den Vorfällen rund um Airproxes zu finden und daraus Lehren für die Zukunft zu ziehen“, teilte der OvV jetzt in einer Erklärung mit.

Die Überprüfung konzentriert sich auf die Kleinluftfahrt. In der Studie will der Untersuchungsrat „gemeinsame Faktoren bei der Entwicklung von Airproxes und die Wirksamkeit bestehender Maßnahmen zur Begrenzung des Risikos von Airproxes“ untersuchen. In dem am Donnerstag vorgestellten Quartalsbericht zur Sicherheit in der Luftfahrt heißt es, dass im vergangenen Jahr in neun Airprox-Fällen eine Untersuchung eingeleitet wurde.

Die Studie ist wichtig für die Flugsicherheit

Es wird auch ein Beispiel skizziert, das sich am 8. Oktober auf dem Flugplatz Midden-Zeeland ereignete. Nachdem eine Cessna Fallschirmspringer abgesetzt hatte, kehrte sie zur Landung zurück, ebenso wie ein Segelflugzeug in der Nähe. Die beiden Flugzeuge flogen dicht aneinander vorbei. „Alle profitieren von klaren Lehren über Airproxes für die Zukunft“, sagt der OvV-Vorsitzende Chris van Dam. „Und wie schön wäre es, wenn die Zahl der Airproxes bei einer nächsten jährlichen Überprüfung der untersuchten Vorfälle in der Luftfahrt viel geringer wäre!“

Bob Fischer

 

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