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UPS will ab 2024 eVTOL-Flugtaxis für Frachtflüge nutzen

UPS investiert über seine Tochterfirma UPS Flight Forward in die Integration von Drohnen in das globale Logistiksystem. Schon 2024 will der Frachtriese die ersten elektrisch angetriebenen Flugtaxis übernehmen. Dazu entwickelt das Unternehmen eine komplette Infrastruktur.

7.04.2021

Die ALIA wird bei UPS zunächst bemannt fliegen, soll aber später autonom betrieben werden. © UPS Flight Forward

Die UPS-Tochtergesellschaft UPS Flight Forward, Inc., hat heute bekanntgegeben, dass sie zehn senkrecht startende und landende, elektrisch angetriebene Lufttaxis des Herstellers Beta Technologies beschaffen wird. Zusätzlich haben UPS und UPS Flight Forward Optionen für 150 weitere eVTOL-Fluggeräte des Typs ALIA von Beta Technologies gezeichnet. Die ersten Exemplare sollen schon 2024 bei UPS Flight Forward landen.

UPS Flight Forward wurde 2019 gegründet und arbeitet an Konzepten für die Integration von Drohnen in Logistikprozesse. Das Unternehmen verfügt über eine Part 135-Zulassung der FAA und darf deshalb in den USA bereits heute Drohnen für die Auslieferung von Paketen nutzen.

Beta Technologies ALIA für UPS

Die bestellten Flugtaxis haben eine Frachtkapazität von 635 Kilogramm. Sie werden zunächst bemannt fliegen, sollen aber zu einem späteren Zeitpunkt ferngesteuert beziehungsweise vollständig autonom unterwegs sein. Die Leistungsdaten lassen aufhorchen: Die neuen Fluggeräte sollen eine Reichweite von 220 nautischen Meilen (400 Kilometern) und eine Reisegeschwindigkeit von 147 Knoten erreichen. Das Air Taxi von Beta Technologies startet mit Hilfe von vier Rotoren und erhält seinen Vortrieb von einem Druckpropeller im Heck.

Beta Technologies fliegt bereits eines dieser Geräte und hat gerade erst einen Flug von Plattsburgh im US-Bundesstaat New York nach Burlington im US-Bundesstaat Vermont absolviert. Dabei überbrückte das Fluggerät eine Distanz von 40 Kilometern. Auf einem weiteren Flug ließen die Testingenieure das Fluggerät auf eine Höhe von 8.000 Fuß steigen. Die Ladezeit der Energiespeicher beträgt 50 Minuten.

Ganzheitliches Konzept für den Flugbetrieb

UPS will mit den eVTOL-Fluggeräten Strecken bedienen, die sonst mit Flächenflugzeugen bedient würden. Für den Betrieb wird das Unternehmen auf seinen eigenen Grundstücken standardisierte Vertiports einrichten, die über Ladestationen für die Flugtaxis verfügen. Batterien aus den eVTOL-Fluggeräten sollen, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, ein zweites Leben als immobiler Energiespeicher in den Vertiports erhalten. Die Ladestationen an den Vertiports sollen aber nicht nur von den Flugtaxis genutzt werden, sondern auch von Elektrofahrzeugen, die UPS derzeit in großer Zahl beschaffen wird. Das Unternehmen hat angekündigt, in einem ersten Schritt 10.000 E-Lieferfahrzeuge des Herstellers Arrival zu kaufen.

Juan Perez, der Chief Information and Engineering Officer von UPS, sagte: „Hier geht es um Innovation mit dem Fokus auf Rendite für unser Geschäft, unsere Kunden und die Umwelt. Diese neuen Flugzeuge werden betriebliche Effizienzen in unserem Unternehmen schaffen, Möglichkeiten für neue Dienstleistungen eröffnen und als Grundlage für zukünftige Lösungen dienen, um das Emissionsprofil unseres Flug- und Bodenbetriebs zu reduzieren.“

Volker K. Thomalla

 

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