Homepage » General Aviation » EASA-Zulassung für das Garmin GI 275

Das digitale Rundinstrument GI 275 von Garmin hat nun die EASA-Zulassung erhalten. Damit eröffnet sich für Besitzer von Flugzeugen mit klassischen, analogen Rundinstrumenten eine Möglichkeit, ihr Cockpit ohne große strukturelle Umbauten auf einen modernen Stand zu bringen.

27.01.2021

Die EASA hat das digitale Rundinstrument GI 275 von Garmin Anfang 2021 zugelassen. © Garmin International

Die Agentur für Flugsicherheit der Europäischen Union (EASA) hat das digitale Rundinstrument GI 275 von Garmin International zugelassen, welches der Hersteller aus Olathe im US-Bundesstaat Kansas vor genau einem Jahr erstmalig präsentiert hatte. Damit kann das vielseitige GI 275 nun auch als direkter Ersatz für die bisher verwendeten analogen Rundinstrumente in über 1.000 verschiedene ein- und zweimotorige Flugzeugmuster in EASA-Staaten eingebaut werden.

Das GI 275 ist leicht und zuverlässig

Das GI 275 ist für die 3,125 inch-Panelausschnitte ausgelegt und kann gegen die dort installierten traditionellen Instrumente ausgetauscht werden. Es ist ein Multifunktionsinstrument mit Touchscreen-Funktionalität. Es kann mehrere Instrumente wie den Attitude Indicator (AI/künstlicher Horizont), den Course Deviation Indicator (CDI/Kursablageanzeige), das HSI (Horizontal Situation Indicator) sowie das Engine Indication System (EIS/Triebwerksanzeige) ersetzen. Neben den klassischen Funktionalitäten, die von den einzelnen Rundinstrumenten her bekannt sind, bietet das Multi-Instrument auch zusätzliche Display-Funktionen an, darunter Wetter, Gelände, Synthetic Vision und SafeTaxi-Flugplatzkarten. Das GI 275 ist leicht und bietet eine hohe Zuverlässigkeit.

Das GI 275 von Garmin kann verschiedene Instrumente darstellen, hier ein CDI. © Garmin International

Dank der integrierten WLAN-Schnittstelle, können Aktualisierungen der Datenbanken des Gerätes einfach über den Database Concierge erfolgen. Auch das Hochladen eines Flugplanes in das Gerät ist möglich, wenn gleichzeitig ein GPS 175, ein GNC 355 oder ein GNX 375 im Cockpit installiert ist und dieses Gerät mit dem GI 275 vernetzt ist. Selbst eine Vernetzung mit einem Autopilot ist möglich. In einem solchen Fall nutzt beispielsweise ein GFC 500-Autopilot von Garmin das GI 275 als Fluglage-Sensor.

Carl Wolf, Vorstandsmitglied für Verkauf und Marketing bei Garmin Aviation, sagte: „Garmin hat eng mit der EASA zusammengearbeitet, um das beliebte GI 275 in tausende von weiteren Cockpits mit veralteten Fluginstrumenten zu bringen. Mit dieser Zulassung gibt das moderne elektronische Fluginstrument GI 275 den Piloten die Möglichkeit, einen wirtschaftlichen und skalierbaren Ansatz für ihr Avionik-Upgrade zu wählen und gleichzeitig ein enormes Potenzial mit den außergewöhnlichen Fähigkeiten des vielseitigen Touchscreen GI 275 zu realisieren.“

Volker K. Thomalla

 

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Über Volker K. Thomalla

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Volker K. Thomalla ist Chefredakteur von aerobuzz.de. Er berichtet seit über 30 Jahren als Journalist über die Luft- und Raumfahrt. Von 1995 bis 2016 leitete er als Chefredakteur die Redaktion aerokurier, von 2000 bis 2016 zusätzlich die Redaktionen FLUG REVUE und Klassiker der Luftfahrt. Thomalla ist seit 2016 Chefredakteur des englischsprachigen Business-Aviation-Magazins BART International. Er hat mehrere Bücher über die Luftfahrt geschrieben und als Privatpilot auch praktische Flugerfahrung gesammelt.

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